Man kann nicht vor sich selber weglaufen.

Gestern fühlte ich mich nicht so toll. Gesundheitlich war ich in Ordnung, aber die Umstellung fällt mir doch schwerer als ich dachte. Ich war im ganzen nicht gut drauf, zickte und war mit mir überhaupt nicht im Reinen.

Heute morgen wachte ich um 6.30Uhr auf und wusste, daß ich aus dem Haus muß. Denn ich merkte wie die negativen Gedanken kurz nach dem Wachwerden wieder angekrochen kamen. Ich zog mich also an und ging Richtung Strand. Ich ging sehr langsam….ich ließ mir Zeit…ich genoß die Umgebung. Die
Bauern, die auf ihren Reisfeldern arbeiteten, die Sau mit ihren kleinen Ferkeln, die Wasserbüffel, die zu zehnt unter einem Baum lagen und vieles mehr.

Nach ca. 20 Minuten war ich am Strand. Ich zog meine Schuhe aus und ging los. Immer am Wasser entlang. Es war traumhaft. Die Sonne war
gerade aufgegangen, es war noch etwas kühl und ich hatte den Strand fast für mich alleine.

Ich ging zügig eine halbe Stunde lang spazieren, beobachtete Vögel, sah große Krebse auf dem Sand laufen und streichelte einen süßen Hund, der mir gleich seinen Bauch zeigte und meine Zuwendung genoß.

Als ich da so stand und auf das Meer sah, verstand ich nicht, warum ich nicht in der Lage bin es mehr zu genießen. Warum stresse ich mich so? Was macht mich so unruhig?…..Diese Unruhe macht mich ganz verrückt…sie begleitet mich schon seit Jahren….

Ich muß meine Mitte finden, aber das ist leichter gesagt als getan…

Wieder zu Hause gab es Frühstück und jetzt sitze ich am Tisch und schreibe diesen Eintrag….mit der Hoffnung, daß der Strom gleich wieder angeht, damit ich wieder online gehen kann.

Ich sehe gerade, daß der Raubvogel wieder da ist…er sitzt auf dem Balkongeländer und schaut mich durch die offene Tür an.

Ich werde mal versuchen ihm etwas zu essen zugeben….wir haben etwas Schinken….

 

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3 Gedanken zu “Man kann nicht vor sich selber weglaufen.

  1. Irgendwie kommt mir diese innere Unruhe bekannt vor… Seit ein paar Jahren werde ich auch öfters von diesem unruhigen Gefühl begleitet – oftmals ohne erkennbare Ursache, die diese Unruhe irgendwie begründen könnte… In letzter Zeit tritt’s gehäuft auf – ich vermute es hängt mit dem Endspurt bei der Bearbeitung der Studienhefte, dem im nächsten Jahr anstehenden Prüfungsmarathon und der Angst schlichtweg zu versagen zusammen… Hab von vielen ehemaligen Fernabiturienten gehört, dass dies auf die „letzten Meter“ relativ normal sei, aber wenn das so weiter geht, bin ich, wenn ich irgendwann das Abitur in der Hand habe, nur noch ein Schatten meiner selbst und reif für den Seelenklempner…

  2. Ich bewundere Dein Durchhaltevermögen. Ich lese ja in Deinem Blog wie Du fleissig lernst. Du wirst die Prüfungen sicher schaffen. Ich drücke Dir die Daumen!! Aber es ist irgendwie beruhigend zu wissen, daß ich nicht alleine so fühle….ich denke, daß meine Unruhe von meiner Verlorenheit kommt….ich weiß einfach nicht wo ich hin will….und das ist ein schlimmes Gefühl….ich beneide all die Menschen die Ziele haben und daraufhin arbeiten….aber vielleicht ist das nicht mein Weg….vielleicht soll ich gar keine Ziele haben…vielleicht soll ich im Hier und Jetzt sein und zu 100% leben. Ich weiß es nicht….

    • Danke für’s Daumen drücken 🙂
      Ziele zu haben ist zwar einerseits gut und mag auch von Vorteil sein, aber andererseits ist es manchmal auch unendlich frustrierend, wenn man sieht das man trotz aller Mühe und allen Ehrgeizes seine Ziele nicht erreichen kann… Ich bin mir sicher, dass ich die Abitur-Prüfungen irgendwie schaffen kann, aber wenn ich mir die aktuellen NC-Werte für’s Medizinstudium angucke, weiß ich auch, dass ich, obwohl es mein größter Traum ist, niemals Medizin studieren kann… Um garantiert einen Medizinstudienplatz nach dem Abitur zu bekommen, darf das Abitur in der Regel nicht schlechter als 1,3
      sein – ein Schnitt, denn ich bei allem Ehrgeiz nicht erreichen kann, denn dafür stehe ich viel zu sehr mit Mathe und Spanisch auf Kriegsfuß… Ich hab zwar einen Plan B und C, aber es ist manchmal echt frustrierend wenn man sieht, wie Träume aufgrund von utopischen Notendurchschnitten platzen…

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