Plastik im menschlichen Körper

Ich habe gestern wie angekündigt „Plastic Planet“ gesehen und muß sagen, daß ich schockiert war.

Um ehrlich zu sein, habe ich gedacht, daß sich die Doku um das Müllproblem dreht. Ich dachte, es geht um den immensen Plastik-Konsum und den daraus resultierenden Abfall.

Aber diese Punkte waren nicht das Hauptthema.

Es ging hauptsächlich darum, daß Plastik gesundheitsschädlich ist.

Ich muß zugegeben…..ich wusste das nicht!!

Sicher, wenn man Billig-Plastik Marke „Made in China“ gekauft hat und es roch giftig, dann sagte meine Mutter schon, daß dieses Zeug krebserregend sei.

Aber „gutes“ Plastik, daß nicht riecht, hielt ich für unbedenklich.

Nun zeigen 700 internationale Studien, daß Plastik ansich giftig ist und wir nehmen die gelösten Stoffe aus Plastiktrinkflaschen und Co tagtäglich auf.

Plastikstoffe können im Blut nachgewiesen werden.

Diese Stoffe beeinflussen seit Jahrzehnten den Hormonhaushalt.

Seit der Plastikherstellung ist die Spermaproduktion um 53 % zurückgegangen und bei unfruchtbaren Paaren hat man erhöhte Mengen an Plastikstoffen im Blut gefunden.

Es wurden noch viele andere gesundheitliche Fakten aufgezählt…..Studien belegen es…..aber die Konzerne interessiert es nicht!!

Die Lebensmittelhersteller müssen genau angeben was wo drin ist, aber die Verpackungshersteller unterliegen nicht diesem Gesetz. Somit wissen wir nicht welche giftigen Stoffe an die verpackten Lebensmittel abgegeben werden…und die Lebensmittelhersteller wissen es zum größten Teil auch nicht.

Die Eu-Kommission sagt, daß in 10 Jahren erst 11 Stoffe untersucht wurden….auf dem Markt sind 100.000ende…..und so lange nicht bewiesen wird, daß gewissen Stoffe giftig sind, können die Produzenten weiter fröhlich den Markt damit zudecken.

Schrecklich ist, daß auch die Babyflaschen und Schnuller davon betroffen sein sollen. Das heißt, daß das Kind schon von Anfang an mit diesen Giften belastet wird.

Krebs
Verhaltensauffälligkeiten
Unfruchtbarkeit
Fettleibigkeit

….sind nur paar Beispiele für den negativen Einfluß von Plastik auf den menschlichen Organismus.

Ich bin geschockt!!!

Das ist schlimme ist ja, daß Du Dich eigentlich nicht wehren kannst….fast alle Lebensmittel kommen mit Plastik in Kontakt….

16 Gedanken zu “Plastik im menschlichen Körper

  1. Ich habe die Doku gestern auch gesehen (Danke für den Tipp!) und war ähnlich schockiert.
    Dass Kunststoffe generell irgendwie nicht so toll sind für Mensch und Natur war ja irgendwie klar. Aber, dass es im Blut nachgewiesen werden kann und einen so immens großen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt hat, hat mich auch überrascht.

    Aber wie du in deinem letzten Abschnitt so schön sagst: man kann sich dem nicht entziehen.
    Klar, kleine Schritte. Wasser mal wieder in Glasflaschen kaufen, statt in PET-Flaschen. Plastiktüten versuche ich beim Einkäufen sowieso schon lange zu vermeiden. Aber soll der Metzger das Fleisch in einen Jutebeutel einwickeln? Und selbst wenn, bei der Produktion kommt es doch sowieso mit Kunststoffen in Berührung.

    Von daher werde ich das so handhaben wie bei allen anderen selbstgemachten Seuchen und gesundheitlichen Bedrohungen (Dioxineier, belastete Fische, medikamentöse Hühner, Rinder- und Schweinepest und Weichspüler im Leitungswasser) es wissen und damit leben. Sich in Watte packen und nichts mehr essen oder trinken ist doch absurd und vermiest mit meine Lebensqualität deutlicher, als es irgendwelche Plastikbedrohngen tun.

    • Du hast recht, liebe Lotta. Was soll man machen?! Komplett auf Plastik kann man gar nicht verzichten…auch wenn man wollte….oder halt nur unter extremen Einschnitten in der Lebensqualität.

  2. Ja Mascha, es ist furchtbar. Plastik im Essen. grauenhafte Tierhaltung (Medikamtenverseucht) und schlimme Abfälle in den Meeren oder Länder armer Regieonen unserer Erde transportier … Machst Du mit? Keine Plastiktüten und Verpackungen mehr, möglichst nur frische Nahrung, vom Bio-Bauernhof oder vom Bio-Markt, keine Tiere futtern oder selten und dann nur welche die auf einer (Bio-) Weide gelebt haben, kein Auto fahren, nicht fliegen, möglichst wenig sonstigen Plastikkram … dafür mehr Musik, Tanz, Liebe und Sex …

    • das ist mal ne kontra-Einstellung mit Sil 😀 sehr symphatisch. Ich finde es auch schlimm, wie viel müll überall hingeschoben wird -.- bei mir zu hause gibts nur bio und ich fahre fast nur fahrrad und mit den öffentlichen 🙂 bin also beim Umweltschonprogramm voll und ganz dabei 😀

    • ….ich glaube nicht, daß Du etwas dagegen hättest 😉 Naja, die Dinge, die Du aufgezählt hast…also möglichst frische Nahrung usw…..das mache ich schon. Ich versuche wenigstens einen kleinen Beitrag zu leisten…auch wenn ich weiß, daß man noch mehr tun könnte.

  3. Ich möchte den Film unbedingt noch sehen. Hatte mal eine Vorschau gesehen,die es mir angetan hatte. Das mit dem Plastik wußte ich bereit von einer Freundin (Kinderloses Paar!) Und als ich vor einer ganzen Weile mal vergaß das Wasser in meiner Tupperflasche zu trinken, welches noch nicht angefasst war. Merkte ich schon beim aufschrauben, wie ekelig das nach Plastik riecht. Leider ist eine Plastiklose Ernährung ja unermesslich teuer. Was echt unlogisch ist wenn Du mich fragst. Ich glaube der Film ist ähnlich ernüchternd wie Supersize me! Seitdem kann ich beim besten Willen keine Chicken McNuggets mehr essen. Geht gar nicht….

  4. Ja, schau Dir die Doku an….aber es stimmt…Plastic Planet ist sehr ernüchternd…wie Supersize me…kann seitdem auch nicht wirklich Fast Food essen…diese Filme schocken…aber was ist dann die Lösung?!

    • Ich würde sagen Back to the roots! Was anderes geht wohl nicht! Milch, Joghurt, Wasser etc. nur noch aus Glas. Säfte selber machen und so weiter… 😦
      Burger esse ich immer noch aber das Huhn auf dem Flipchart gab mir den Rest! Deshalb keine McNuggets mehr!

      • Also ich esse fast gar kein Fastfood…war einmal im letzten Jahr….und das war im Flughafen in Indien (es gab nichts anderes und ich war hungrig). Mc Nuggets würde ich gar nicht anrühren….sie sind lecker, aber was ist da drin?!

  5. Es wird keine reine, klare Lösung geben. Nach und nach muss ein Bewusstsein für diese Misstände geschaffen werden, damit der Druck sich irgendwann bis zu den Hauptverantwortlichen/Firmen/Produzenten durchsetzt. So rum ist es sehr viel schwieriger als wenn das Verantwortungsbewusstsein bei den Herstellern schon vorhanden wäre. Ist es aber nicht, darum kann nur jeder im Kleinen seinen Beitrag leisten. Viele Grüße, Cali

  6. Liebe Mascha,

    Plastik ist nur ein Problem, wenn wir wüßten, was alles in unseren Lebensmitteln steckt, würden wir staunen. Zum Beispiel habe ich mal gelesen, dass Fruchtjoghurt auch Sägespäne als Geschmacksverstärker zugesetzt werden. Und das ist erlaubt!

    Was haben wir für eine Wahl? Man könnte auch sagen, das ist die natürliche Auslese. Der stärkere überlebt.

    LG Harald

  7. Vor einer ganzen Weile habe ich mal eine Doku gehört, die von einer Frau berichtet hat, die komplett ohne Plastik lebt. Sehr faszinierend, aber unglaublich schwer. Zahnpastatuben, z.B. – aber es gibt auch welche, die nicht aus Plastik sind.
    Der erste Schritt dabei ist ja erst einmal, sich bewusst zu machen, wie viel Plastik man benutzt. und dann möge man zumindest mal auf die ganzen Plastiktüten verzichten! 🙂

  8. Lobbyverbände, die das EU-Parlament „beraten“, verhindern seit Jahren, dass die Gesetzeslage verschärft wird. Außer Plastik, gilt dies noch für viele andere chemische Substanzen, die eigentlich noch nicht ausreichend getestet wurden. Wenn man sich eine Weile mit dem Thema beschäftigt und Stellungnahmen der zuständigen Behörden liest bzw. deren Beschlüsse, dann schwinden schnell die Illusionen, dass sich daran bald etwas ändern könnte. Der finanzielle Aufwand für gründlichere Tests (insbesondere solche für die Zigtausend schon auf dem Markt befindlichen Stoffe) wäre extrem hoch. Das ist der Grund, warum man sich darum nicht kümmert. Gibt ja schließlich noch nicht genug Todesfälle, die man darauf zurückführen kann und langfristige Risikoabschätzung haben es in der Politik immer schwer Gehör zu finden, wenn es mit hohen Kosten verbunden ist.

    Wir werden damit leben müssen. Der Geist ist aus der Flasche.

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