Blogger und Bloggerinnen

Liebe Leser und Leserinnen,

in der letzten Zeit ist mir wieder extrem aufgefallen wie ernst der weibliche Faktor geworden ist.

Damit meine ich diese „innen“ Manie.

Kollegen und Kolleginnen

Bewohner und Bewohnerinnen

Studenten und Studentinnen

.

.

.

Ich bin selbst Frau und ich muß sagen, daß mich das tierisch nervt. Wie geht es Euch? Legen Frauen wirklich soooo viel wert drauf?

Und ist Euch mal aufgefallen, daß in den meisten Nachrichtensendern, nur noch Frauen den Sport berichten?

Was soll das? Fraueneinbruch in eine Männerdomäne?!

Ich meine, ganz ehrlich…..ich will keine tussimäßig geschminkte und gestylte Tante hören, die über einen extremen Zusammenprall zweier American Football Teams zwitschert. DAS PASST EINFACH NICHT!!!!!

Aber vielleicht seht Ihr das ja anders.

Bitte eine Welle der Emanzipationserleuchtung rüberschwabben lassen.

Danke und Dankeinnen 😉

 

Advertisements

28 Gedanken zu “Blogger und Bloggerinnen

  1. Das „innen“ finde ich auch albern und unsinnig. Dass man sich als Frau durch den Begriff “ Leser“, der für mich geschlechtsneutral ist, nicht angesprochen fühlen darf und extra genannt werden muss, finde ich viel diskriminierender, als eine Verallgemeinerung. Manchmal ist es sogar schon so, dass bei Vorträgen und Reden nur noch die „innen“-Wörter genannt werden, als ausgesprochene Form von „Leser/innen“. Es kommt mir armseelig vor, dass unsere „weibliche Existenz“, (sollte sie nicht sowieso eine Fiktion sein) diese Bestätigung, die für mich auch eine Abgrenzung darstellt, nötig hat. Das ist für mich kleinkariert.

    Da gäbe es ganz andere Bereiche, in denen der Frau mehr Beachtung geschenkt werden sollte, z.B. die Sexualität der Frau. Da dominiert die männliche Phantasie sogar mir zu sehr das Stadt- und Medienbild.

    Viele Grüße,

    Cali

    • Cali, Du hast völlig recht und das mit der Männerphantasie stimmt auch. Da sollte man etwas tun. Wieso muß ich mir überall in der Stadt Frauen in Unterwäsche anschauen. Die Männer glotzen und vergleichen die bearbeiteten Fotos mit ihren Frauen und wir bekommen Komplexe.

  2. Bin da ganz mit Dir.
    Ich kriege das in meinem Studiengang ja teilweise sogar unter Androhung von Punktabzug auferlegt, das „korrekte Gendersprech“ in meinen Hausarbeiten zu verwursten. *tilt* – Okay, ich habe mich durch Rückgriff auf genderneutrale Formulierungen drum gedrückt. Ein Hoch auf die deutsche Sprache. \o/

    Gendersprech jedenfalls macht noch keine Gleichberechtigung und erschwert stattdessen nur die Kommunikation.

    • 😀 Geht mir genauso. Ich habe in einer Arbeit, die ich bei einer Hardcore-Feministin geschrieben habe, extra eine Fußnote unter den Text gesetzt und darauf hingewiesen, dass die grammatikalisch männliche Form einiger Wörter ohne Bezug auf den Referenten verwendet wurde, der sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts sein kann. Der Punktabzug wurde mir erspart. Wäre ja auch noch schöner. 😉

  3. Also mich nervt das auch. Dass ich eine Frau bin, weiß ich selbst. Sport höre oder sehe ich nicht so viel, abgesehen von den Wintersportarten, aber jetzt wo du es schreibst….
    Ich arbeite übrigens auch in einer eher „Männerdomäne“ und ich meine, ich kann das genauso gut. Sonst würden wohl nicht hin und wieder Männer um Rat fragen. Anerkennung ist mir viel wichtiger, als das „innen“ hinten dran.
    Liebe Grüße
    Ute

  4. Ich kann mich den anderen nur anschließen. Natürlich ist es nett, dass die deutsche Sprache die Frauen beachtet, aber das muss niemand übertreiben. Ich benutze das In/Innen meistens nicht, weil ich mir sicher bin, dass jeder am Kontext oder bei meinem Anblick erkennen kann, dass es um Frauen geht.
    Das mit den Sportmoderatorinnen(!) ist mir neulich auch aufgefallen und ich habe mich gefragt, ob sich jetzt auf einmal alle Frauen für Fußball und Boxen interessieren und die Welle irgendwie an mir vorbeigeschwappt ist.

    • Die interessieren sich nicht für Sport. Die müssen da sitzen, damit man sagen kann: „Schau, die Frauen sind in die Männerdomäne eingebrochen. Wir sind offen, so 21. Jahrhundert.“
      Come on, give me a break!

      • Ich sag ja nicht, daß Frauen sich nicht für Sport interessieren. Es ist nur merkwürdig, daß plötzlich FAST ALLE normalen Nachrichtenprogrammen Frauen in der Sportfraktion sitzen haben. Das ist auffällig.

  5. Liebe Mascha,
    Du hast meiner Meinung nach Recht. Es gibt aber solche „Innen“ die bestehen auf die korrekte Anrede. Das hat ja auch dazu geführt, dass man in einem Satz erklären muss, dass der männliche Begriff verwendet wird und damit natürlich auch die Frauen gemeint sind.
    Liebe Grüße
    Harald

      • ich denke mal das sind diejenigen welchInnen, die mit ihrer Weiblichkeit nichts anfangen können oder gar nichts von ihrer Existenz wissen. Und bei solchen idiotischen Erfindungen bitte ich die Schöpfung intensiv um das Sehen von wirklich wichtigen Dingen.

  6. Für mich sind die Begriffe Leser, Zuhörer, Kollegen, etc. geschlechtsneutral, das Innen nervt mich auch gröberst. Innen sein ist nur dann wichtig, wenn draußen Sturm ist.
    Wer den Sport moderiert, ob Frau oder Mann, ist mir eigentlich auch egal. Ich guck zwar Sport (gerade eben Handball – moderieren 2 Männer), aber ob das eine Frau oder ein Mann oder ein sprechendes Tigerbaby moderiert – egal. Hauptsache der/die/das hat Ahnung von dem, um was es geht und ist nicht so voll planlos und erzählt Mist. Denn das Mist erzählen kann ich nicht ab. Auch egal, ob Frau oder Mann mistet.

  7. Wie armselig muss ein Leben sein, dass von einem „In“ bzw. „Innen“ abhängig ist? Das hat sicherlich eine BürokratIN erfunden! 😉

    Aber am bescheuertsten finde ich das Wort „Gästin“, oder auch die Forumlierung „man/frau“. Wobei ja „man“ mit einem n nichts mit DEM Mann zutun hat. Dürfte aber noch niemanden aufgefallen sein! Echt krank, das Ganze!

  8. Mich stören diese Schreibweisen auch manchmal. Ich bin mir aber auch bewußt, dass es noch immer notwendig ist.
    Das Unwort des Jahres hat ja gerade wieder bewiesen, dass es da doch noch viele Baustellen gibt. Auch in unserem angeblich schon so fortgeschrittlichem Europa.
    Gerade in Indien ist es mit Gleichstellung nicht sehr weit und besonders die Menschen die geistig davon noch sooo weit entfernt sind, müssen eben auch durch solche Schreibweisen immer wieder darauf hingewiesen werden.
    Ich finde Quoten auch durchaus sinnvoll um den ganz uneinsichtigen einfach praktisch vorzuführen, dass Gleichstellung funktioniert und richtig ist. Was nicht bedeutet, dass alle Frauen das auch ausüben oder gut finden müssen.
    Ich persönlich mag zum Beispiel Frauenfußball oder Frauenboxen, so überhaupt nicht, aber die Frauen die es mögen, sollten es auch ausüben können ohne jede Einschränkung. Das ist in vielen Ländern noch immer nicht möglich und da ist doch dieser manchmal nervige Schreibstil, wirklich das kleinere Problem 🙂

    Ich möchte mit diesem Text keinen Anlaß für eine große Diskussion geben, das ist nur meine persönliche Meinung !!

    Gruß Sue

    • Liebe Sue, Du sollst ja auch Deine Meinung äußern 🙂 Was war denn das Unwort des Jahres? Habe ich nicht mitbekommen.
      Das Frauen den Sport wählen können, den sie wollen ist super und soll auch so sein. Und ich habe auch nichts gegen die Quote.
      Ich meinte nur, daß es auffallend ist, daß plötzlich fast überall die Frauen Sport moderieren. Schon ein komischer Zufall. So als wenn alle Frauen schon immer Sportnachrichten machen wollten, aber nicht durften. Das glaube ich halt nicht. Aber das ist natürlich meine persönliche Meinung.
      Indien ist noch sehr weit von weiblichen Schreibweisen entfernt. Die müssen hier erstmal begreifen, daß Frauen auch Menschen sind und genauso viel wert sind wie Männer. Was Frauen hier teilweise durchmachen würden ist schrecklich……diese Zeiten sind bei uns zum Glück laaaaange vorbei.

  9. Hallo Mascha,

    du hast best. Recht was die Schreibweise angeht. Das „-Innen“ muss wohl nicht überall drangehängt werden. Auf den Bildschirm gekommen ist es natürlich zwecks Emanzipation und Diskriminierung. In der Linguistik ist es festgeschrieben, dass das männliche Geschlecht dominiert und daran stören sich nun mal einige Frauen.

    Was ich nicht sehe wie du ist die Sache mit der Sportmoderation. Du beschreibst da eine Tussie, die die Sportnachrichten moderiert. Ich denke, solange sie ihren Job gut erledigt ist es eine individuelle Sache ob man ihr Erscheinungsbild mag oder nicht. Warum sollen Frauen nicht genauso gute Sportmoderatorinnen sein können wie Männer? Warum sollten sie in diesem Beruf „fehl am Platz“ sein? Nur wiel unsere Gesellschaft uns vermittelt, dass es so richtig ist? Dem kann ich leider nicht zustimmen.
    Das wäre ja das gleiche wie wenn man die Frauenquote in Frage stellen würde. Fakt ist doch, das mehr Frauen als Männer ihr Abitur machen und das Studium auch erfolgreicher absolvieren, also warum sollte man sie in weniger bezahlte Jobs stecken und ihnen weniger Lohn geben? Nur des weiblichen Geschlechts wegen? Das ist Diskriminierung. Und Diskriminierung wär es auch, wenn man eine Sportmoderatorin absetzt, nur weil sie sich zu viel schminkt oder sich nicht trägt wie man es selbst gern hätte.

    LG
    Amitaf

    • Liebe Amitaf, vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast völlig recht. Die Quote ist wichtig und ich finde es 100%ig falsch, daß Frauen immer noch im Schnitt weniger verdienen.
      Ich habe auch nichts dagegen, daß Frauen den Sport moderiern und habe auch nicht gesagt, daß sie das alle schlecht machen. Mir ist nur aufgefallen, daß auf einmal fast überall Frauen den Sport moderiern. Und das sieht für mich merkwürdig aus. Das Beispiel mit geschminke Tussi war eine BBC Moderatorin, die super gelangweilt den Text runterlaß. Und ich habe ihr nicht abgenommen, daß sie irgendwie an dem Thema interessiert war. Natürlich ist es egal, wie sich eine Frau im TV zeigt. Es ist auch nur meine persönliche Meinung. Aber wenn mir eine super gestylte Frau mit Schmuck behangen und langen lackierten Fingernägeln erzählt, wie ein Fußballspiel ausgegangen ist, dann passt das für mich irgendwie nicht.
      Aber wie gesagt, es ist meine Meinung und die muß man ja nicht teilen.

  10. Stimme da auch vollkommen zu. Ich arbeite in der Personalbranchen als Vermittlerin und da habe ich tag täglich damit zu tun. M.E. passt beispielsweise die Jobbezeichnung Managerin überhaupt nicht und hört sich falsch an. Leider, gerade in Deutschland, wird es immer schlimmer dank AGG und Co. Den Punkt mit den Sportmoderatoren finde ich witzig, da ich in dem Moment meinen Freund neben mir gesehen habe, der sich tatsächlich auch genau über dieselben Sachen daran aufregt, nicht weil er ihre Kompetenzen unterschätzt, sondern weil es einfach ein ungewohntes Bild ist und man einfach z.B. bei der Sportschau einen männlichen Moderator in Bezug auf Fußball erwartet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s