Opfertiere in Kaschmir

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Als wir in Kaschmir waren, war es gerade paar Tage vor dem großen muslimischen Opferfest. Die Muslime gedenken mit diesem Fest Abraham, der von Gott befohlen bekam, seinen eigenen Sohn zu töten, um seinen Glauben zu Gott zu beweisen.

Für dieses Fest wurden überall in Srinagar Opfertiere (Schafe und Ziegen) verkauft. Überall in den Straßen wurde gehandelt.

Vor der großen Moschee standen auch 2 Kamele. Die Muslime flippten aus, als sie die Tiere sahen. Sie lachten, schrien, machten Fotos. Ich verstand nicht warum diese Aufregung herrschte. Uns wurde dann erklärt, daß viele Menschen dort noch nie Kamele mit eigenen Augen gesehen haben. Die Wüstentiere sind etwas exotisches in dieser Bergregion.

Die Kamele wurden extra aus Rajasthan gebracht, um in Kaschmir geopfert werden zu können.

Man sagte uns, daß eine Ziege oder ein Schaf nur für eine Familie als Opfertier benutzt werden darf. Ein Kamel wird von 7 Familien geteilt.

Ich fand den Gedanken schrecklich, daß all diese schönen Tiere 2 Tage später sterben würden und ich war froh, daß ich vorher die Stadt verlassen konnte.

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4 Gedanken zu “Opfertiere in Kaschmir

  1. Hier in Deutschland feiern die Muslime ebenso das Opferfest… und die Tiere müssen geschächtet sein (ausbluten), damit sie „rein“ sind. Religionen halt… ebenso wie die Beschneidung der Mädchen in Afrika…

    • Tierquäleri im Namen der Religion..gehört endlich verboten 😦 In Tunesien wurde vor unseren Augen ein Schaf geschlachtet – wir konnten es nicht verhindern 😦 Wohlgemerkt in einem gut gefüllten Cafe 😦 Auch unser tunesischer Bekannter nicht 😦 Anschließend haben die Russen Fotos von dem toten Tier gemacht und herzlich gelacht. Ich möchte an dieser Stelle lieber nicht erwähnen was ich ihnen an den Kopf geworfen hab…

      Ebenso sehe ich es auch mit der Beschneidung.. ein Hoch auf mutige Frauen wie Waris Dirie die daran etwas ändern wollen und helfen wo sie können…

      • Sollte man, ja. Das wirst du aber nicht durchbringen. Die nehmen ihre Kinder von klein auf mit, damit sie es gar nicht anders kennen. Menschen sind und bleiben das grausamste Raubtier.
        Wenn ich höre, was der türkische Ministerpräsident so will, würde ich mit dem über einen EU-Beitritt nicht verhandeln.
        Und die Hexenverfolgung hätte auch verboten gehört. Da haben aber alle mitgemacht, auch die weltlichen Herrscher. Und die Prediger haben den Leuten Angst eingejagt, vor Dingen, die sie sich nicht erklären konnten. Und schon haben sie die Nachbarn als Hexe angezeigt. 😦

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