Indien von seiner unschönen Seite

Delhi: Eine Polin stieg mit ihrem 2-jährigen Kind in ein Taxi.Der Taxifahrer betäubte die Mutter mit Spray, vergewaltigte sie und setzte sie mit dem Kind am Bahnhof aus.

Wir unterhielten uns mit einer jungen Inderin am Strand. Die Frau kommt aus Karnataka (Nachbarstaat von Goa) und verkauft hier Schmuck an die Touristen. Wir fragten sie wie sie und ihre Freundinnen von ihren Ehemännern behandelt werden. Die Inderin sagte: „Indische Männer sind meistens sehr gut zu uns und wenn sie uns mal schlagen, dann gibt es auch einen guten Grund dafür. Dann haben wir irgendetwas falsch gemacht. Das ist ok.“

Sharon (junge Inderin aus Karnataka) war über eine Woche nicht in ihrem Laden. Auch ihre Schwester und ihr kleiner Bruder waren nicht zu sehen. Gestern waren sie wieder da und wir fragten was los sei. Sie und ihre Schwester ( 19 und 17) erzählten uns, daß ihre Mutter mit 38 gestorben ist. Gehirntumor. Nun waren sie Vollwaisen. Denn ihr Vater waren schon vor 3 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben….mit 42 Jahren….das wussten wir schon. Wirklich traurige Geschichte. Als mein Mann meinte, daß der Verlust der Mutter sehr schlimm sein muss und er dankbar sei, daß seine Mutter noch lebt, fragte Sharon wie alt diese sei. Er sagte 65 Jahre. Sie: Waaaaassss? 65 Jahre? Und sie lebt immer noch?…….. 😦

Die meisten Goaner an der Küste sind Christen. Daher waren wir verwundert, daß oft auch an Weihnachten und an Sonntagen in den Werkstätten gearbeitet wurde. Gegenüber von unserem Grundstück arbeiten Muslime. Daher war uns klar, warum denen das Wurscht ist. Aber es gibt noch eine Werkstatt neben unserem Haus. Als letzten Sonntag schon um 7 Uhr die Kreissäge loslegte und bis Mittag Lärm machte, ging mein Mann rüber, um mal höflich zu fragen was das soll. (Denn die christlichen Goaner nehmen eigentlich die Religion ernst. Die Kirchen werden ständig besucht, Menschenmassen versammlen sich jedesmal zum Gottesdienst, überall stehen Marien-und Jesusfiguren usw. Mein Mann fragte den Nachbarn in der Werkstatt, ob er Katholik sei.

Der Mann bejahte (er saß in einem fetten Benz)

Mein Mann: Interessant, ich dachte hier wohnen Muslime, oder Hindus.

Er: Wieso?

Mein Mann: Naja, weil Sonntag ist und sie hier furchtbaren Lärm machen. Normalerweise ruhen gläubige Christen am Sonntag.

Er arrogant: Ich bin hier in einer Position, daß ich auch um 1 Uhr morgens Lärm machen kann. Und ruhen am Sonntag ist total überholt. Was ich hier mache ist gut für Indien. Und du bist hier Gast. Wenn Dir das hier nicht passt kannst du ja Goa verlassen. Wir brauchen dich hier nicht.

Mein Mann ging dann zu unserem goanischen Vermieter und erzähle ihm, was der Nachbar gesagt hatte. Unser Vermieter wurde böse und er meinte, daß die Werkstatt hier gar nicht sein dürfte. Die ist illegal. Da sind Schmiergelder geflossen.

Willkommen in Indien. Manchmal möchte man einfach nur kotzen.

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3 Gedanken zu “Indien von seiner unschönen Seite

  1. Es ist schrecklich, wenn man hinter dem, was man doch eigentlich liebt, die hässliche Realität sehen muss. Aber das ist überall so: wenn man richtig guckt, gibt’s immer etwas zum Kotzen.

    Für die indischen Frauen kann man nur hoffen, dass sich westliche Ideen von Menschenrechten durchsetzen, Es gibt zum Glück Hilfsorganisationen, die sich da sehr um Aufklärung und Förderung von Frauen bemühen. So etwas kann man nur unterstützen.

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