Traurige Nachrichten

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Hallo Ihr Lieben,

es ist schon fast 3 Wochen her seit meinem letzten Beitrag, aber ich hatte nicht den Kopf früher zu schreiben.

Vor zwei Wochen hatte ich ein absolutes Horror Wochenende.

Am Freitag Nachmittag wollte ich zu meiner alten Freundin fahren (sie ist wie eine Großmutter für mich). Ich rief sie tausend mal an, um ihr mitzuteilen, dass ich auf dem Weg bin. Sie hob aber einfach nicht ab. Ich nahm an, dass sie nicht da ist, aber ich hatte ein mulmiges Gefühl im Magen und bin doch zu ihr gefahren. Draußen sah ich dann schon den Krankenwagen. Ich rannte zu ihrem Apartment und hoffte, dass der Krankenwagen nicht für sie war. Aber dann sah ich schon die offene Wohnungstür. Sie lag auf dem Boden und Sanitäter versorgten sie. Sie war bei Bewusstsein und fing an zu weinen als sie mich sah. Ich beruhigte sie erstmal und fand dann raus, dass sie gestürzt war, 2 Stunden bewusstlos am Boden lag und nun ins Krankenhaus kommt zur Untersuchung.

Ich will gar nicht weiter ins Detail gehen. Sie hat sich den Knöchel plus Hüfte gebrochen. Sie brauchte eine Operation und muss nun Wochen im Krankenhaus bleiben, um wieder gehen zu lernen. Sie hat starke Schmerzen und ist depressiv. Und schon vor dem Unfall war sie nicht die Gesündeste.

Ich hoffe es wird alles gut.

Das war also Freitag.

Samstag morgen wollte die süße Katze rauslassen, auf die wir schon so oft aufgepasst haben und die ich schon als kleines Kätzchen herum getragen habe. Es war noch früh am morgen, aber sie miaute schon seit einer Ewigkeit super laut an der Tür und ich dachte sie wird okay sein, da Samstag Morgens nie Autos auf der Strasse fahren.

Ich habe sie also raus gelassen und bin wieder zurück ins Bett. Etwas später stand ich auf, ging in die Küche, öffnete die Gartentür und rief nach der Katze. Es war Zeit fürs Frühstück.

Sie kam nicht.

Ich rief und rief.

Nichts.

Mein Mann meinte dann, dass ich mal vor dem Haus schauen soll, da sie evtl irgendwo an der Strasse ist.

Ich war immer noch nicht beunruhigt.

Als ich gerade meine Schuhe an der Haustür anziehen wollte, sah ich wie mein Mann (er war draußen am Auto) geschockt schaute und zur Strasse rannte.

Mein Magen zog sich zusammen, ich warf die Schuhe auf den Boden und rannte ihm nach.

Und da sah ich ihn einige Meter vor unserem Haus stehen. Mitten auf der Strasse. Die Hände am Kopf. Neben ihm lag die kleine Katze…..tot…..von einem Auto erwischt.

Es war so schrecklich. Ich konnte es nicht fassen. Ich konnte nicht aufhören zu weinen und die Schuld fraß mich bei lebendigem Leibe.

Wir standen fast eine Stunde im Vorgarten, weinend, die Katze im Arm……kein einziges Auto fuhr vorbei…….

Später vergrub ich die Katze im Garten. Ich war fix und fertig.

Und die Familie kam erst Sonntag Abend zurück. Denen das zu sagen, war nochmal die Hölle.

Ich bin so unendlich traurig. Wie konnte das passieren???? Und ich war verantwortlich dafür!!! Ich habe sie raus gelassen. Sie durfte raus, aber es war wohl zu früh.

Mir ging es daher nicht wirklich gut die letzte Zeit.

Dieser Vorfall hat mir gezeigt wie schnell das Leben einfach aus sein kann.

Ich habe einen Entschluss gefasst und mein Schatz ist einverstanden:

Wenn mein Mann aus Europa zurück ist (September) werden wir zu den großen Cat Rescue Zentren fahren und 1-2 Katzen adoptieren. Keine Kätzchen, sondern eine oder zwei ausgewachsene Katzen, die eine zweite Chance verdient haben. Uns wurde nämlich gesagt, dass alle Katzen, die nicht in einem gewissen Zeitrahmen adoptiert werden, eingeschläfert werden.

Das ist soooo schrecklich. Wir wollen helfen und ich hoffe das mein Karma Konto dadurch wieder etwas positiver wird……. nach diesem schrecklichen Ereignis.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenede!!

Eure Mascha

10 Gedanken zu “Traurige Nachrichten

  1. Das sind wirklich keine schönen Erlebnisse, ich hoffe du verkraftest das schnell.
    Ich kann zwar schon verstehen, dass du dir wegen der Katze Vorwürfe machst, denn man kommt aus seiner Haut nicht heraus. Aber wenn sie Freigänger war, dann hätte das zu jeder Tageszeit passieren können. Es gibt nunmal sehr rücksichtslose Menschen, und selbst wenn nur ein Auto vorbeikommt, ist eine Katze u.U. in Gefahr. Also denk nicht direkt an dein Karma. Du wolltest doch nur Gutes tun, weil sie so gejammert hat…
    Ich persönlich möchte erstmal keine Tiere mehr, weil mir bei jedem Tier der Abschied sehr schwerfällt. Aber das mit der Adoption finde ich trotzdem eine sehr süße Idee.
    Lass den Kopf nicht zu sehr hängen! Liebe Grüße
    Tanja

    • Liebe Tanja, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich kann verstehen, dass Du erstmal kein Haustier möchtest, auch ich hatte bei dem Gedanken evtl. wieder eine Katze tot auf der Strasse finden zu müssen gleich wieder einen Kloß im Hals, aber ich versuche nicht daran zu denken. Vielleicht habe ich Glück eine Katze zu finden, die gar nicht so viel raus will. Ansonsten bin ich eigentlich dagegen eine Katze nur im Haus zu halten, weil ich davon überzeugt bin, dass ein Leben draußen zu einem glücklichen Katzenleben dazugehört.

      • Ja, das sehe ich ähnlich. Tiere sollte man so wenig einsperren wie möglich. Wir hatten zuletzt vier Kaninchen, für die wir den Garten extra „ausbüchssicher“ gemacht haben, damit sie nicht nur im Stall hocken.🙂

  2. Ach Mensch, was für unschöne Tage. Die Idee mit der Katzenadoption finde ich aber sehr schön. Ich hoffe Du hast die Erlebnisse bald verarbeitet.

    lg Sue

  3. Erst das mit Deiner Freundin und dann der Tod Deiner Katze. Kann nachvollziehen, dass Du Ruhe und Kraft brauchtest und keine Zeit für Deinen tollen Blog hattest. Ich fühle mit Dir. Auch Dir einen schönes Wochenende mit der Hoffnung auf mehr erfreulicher Erlebnisse für Dich und Deine Freunde/ Familie!

  4. Danke für das teilen dieser Geschichte, bin gerade durch Zufall hier gelandet. Wir haben lange überlegt als unsere zwei Panther damals eingezogen sind, ob wir sie auch im Alter noch zu Freigängern werden lassen. Wir haben uns nach zwei ähnlichen Geschichten, aus direkter Nachbarschaft dagegen entschieden. Die eine Geschichte ging mir damals wohl so ähnlich an die Nieren.. Das Kätzchen hatte mal eben so meine Wohnung beim Einzug zum 2. Wohnsitz erkoren und ich habe noch Abschied genommen. Natürlich haben die Pfoten an der Balkon Tür die immer wieder um Einlass gebeten haben sehr gefehlt war sie doch vom 1. Tag dabei. Da kam der Einzug von Mann mit zwei Katzen gerade recht und wir haben uns damals eben wegen dieser Geschichten, egoistisch gegen den Freigang entschieden.
    Sie scheinen aber mit sich und dem Platz den sie hier haben zufrieden und ausgeglichen.
    Beim den Freigängern, bleibt halt immer die Sorge und unsere waren uns für das Experiment dann schon zu alt und gerade auch unser Kater zu schreckhaft.

    Ich hoffe Du hast die Geschichte verarbeitet und die neuen Bewohner werden Dich auf andere Gedanken bringen. Da nun mal jede Katze eine sehr eigene Persönlichkeit hat,
    werde ich noch lange an die Kleine denken, die uns damals mal so eben adoptiert hat.

    Ich lasse mal einen Link mit Bild da, dass ich gerade erst in meinem Blog eingebaut habe.
    Hier sieht man den tiefenentspannten Schreckkater. Und nein, er heißt nicht Erik, aber er hat das Klavier gespielt.

    https://sandayblog.wordpress.com/2016/05/10/geschlossene-gesellschaft/

    Sicher schaue ich bei Dir mal wieder vorbei. Es scheint hier gibt es Spannendes zu entdecken.

    • Vielen Dank für Deinen Beitrag🙂 Ich bin noch nicht drüber hinweg. Immer wieder werde ich traurig, wenn ich einen ruhigen Moment habe, aber im September werden wir uns eine Rescue Cat holen und das wird auf jeden Fall helfen. Werde auf meinem Blog berichten🙂

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