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Verrückte Sammlung frisch aus der Quasseltaschenpresse

Hallo alle miteinander. Hier bin ich wieder. Thailand war TRAUMHAFT!!!!!!!! Blauer Himmel!!!! Frische Luft!!!!! Sauberkeit!!!! Deutsches Essen!!!!

(Ich habe auch mal Thai gegessen, aber um ehrlich zu sein, habe ich mich doch mehr über die Kohlroulade mit Kartoffelbrei gefreut 😉 )

 Was haben wir in Thailand gemacht?

–  wir waren gut essen

– wir lagen am Strand

– wir waren in einem Tigerpark und ich hatte ein Tigerbaby auf meinem Arm!!!!

– wir waren in einer Unterwasserwelt

– wir haben uns fast jeden Tag massieren lassen (sooooo billig in Thailand und soooo gut)

– wir waren in einem großen Tesco und waren erstaunt über die Lebensmittelauswahl.

– wir ärgerten uns darüber, dass es solche Supermärkte in Indien nicht gibt.

– haben viele Lebensmittel (hauptsächlich Aufschnitt und Süßigkeiten) für Indien gekauft.

-ich habe 5 Tafeln Rittersport Schokolade im Hotelkühlschrank liegen lassen und es erst in Indien gemerkt!!!!!!!! AAAAAAAHHHHH!!!!!!

– eine Maus war in unserem Hotelzimmer und hat nachts unser Schwarzbrot angeknabbert.

Fotos folgen noch……in einem separaten Artikel.

Was gibt es noch?

Als mein Mann Indern von einer tollen österreichischen Marmelade erzählte, die 80% Frucht hat, meinten die Inder, daß man so etwas in Indien nicht verkaufen könnte, da die Leute hier maximal 20% Fruchtanteil in Marmeladen gewohnt sind……….

In Bihar, eines der ärmsten Staaten Indiens, wird nun ein Tempel mit 300 Kg Gold ausgelegt. Gespendet von thailändischen Mönchen.

In den Zeitungen sind Haustiere in Indien immer wieder ein großes Thema. Viele Inder wollen keine Hundebesitzer in ihrer Nachbarschaft, da diese Tiere schmutzig seien, überall hinkacken würden, Leute anfallen würden usw. Hundebesitzer regen sich auf, daß sie mit ihren Hunden fast in keinen Park dürfen, sie dürfen mit dem Hund keinen Aufzug benutzen, auch wenn sie im 10. Stock wohnen usw. Wie beknackt ist das denn??? Hier in Indien laufen überall Straßenhunde herum, die teilweise in einem schlimmen Zustand sind und manche von denen sind auch aggressiv….NIEMAND KÜMMERT ES. Hier laufen mitten in der Stadt Kühe auf der Straße. Sie verursachen Unfälle, Staus und scheißen alles voll…….NIEMAND KÜMMERT DAS. In manchen indischen Städten stehen immer wieder Elefanten auf der Straße. NIEMAND KÜMMERT DAS. Ganze Affenhorden greifen Menschen in Parks, Bahnhöfen und Tempeln an. NIEMAND KÜMMERT DAS. Ratten und Mäuse sind überall zu sehen. NIEMAND KÜMMERT DAS. Warum? Kuh ist heilig, Affe gehört zum Affengott Hanuman, Ratten und Mäuse sind die Reittiere von dem Elefantengott Ganesha und Elefanten haben den Kopf von Ganesha. Und die Straßenhunde interessieren einfach keinen. Aber einem Mops erlaube ich nicht den Aufzug zu benutzen oder einen Park zu betreten. Ja, macht voll Sinn.

Heute stand in der Zeitung, daß seit 2004 52 Elefanten in Indien von Zügen getötet wurden. Alleine dieses Jahr 18. Nun will man dafür sorgen, daß die Zugführer in bestimmten Gegenden langsamer fahren und manche Tierschützer fordern, daß der Zug (es ist immer der selbe Zug, der diese Strecke befährt und die Elefanten auf dem Gewissen hat) sein Maskottchen ändert. Das Maskottchen ist Bhalou, der Elefant.

Gestern kritisierte meine Köchin meine Kleidung. Ich hatte keine indische Kleidung an, sondern einfach nur eine weite Hose und ein T-Shirt. Sie schaute angeekelt auf meine Klamotten, schüttelte mit dem Kopf, ging zu meinem Kleiderschrank und machte mir klar, daß ein indisches Outfit angebracht wäre. Jetzt im Moment trage ich wieder indisch. Man sollte nicht seine Köchin verärgern.

Strom ist wahnsinnig teuer wo wir wohnen. Wir zahlen locker 10.000 Rs im Monat (120 Euro).Das klingt nicht viel, aber wenn man sich überlegt, daß sogar Lehrer an Privatschulen nur 7000 Rs im Monat verdienen, ist das verdammt viel. Lustiger ist ja noch, daß das Personal, daß in der Nähe der großen Wohnkomplexe in ihren einfachen Bahausungen wohnen Strom bekommen, weil sie jemanden heimlich 100 Rs (1,20 Euro) im Monat geben und dieser Strombeschaffer schließt diese armen Menschen heimlich an das Stromnetz an. Wir wollen das auch.

Zum Schluß noch ein Zeitungsartikel, den ich in Thailand gelesen habe:

 

Frau vermittelt Minderjährige

Im Stadtteil Bang Khunthian wurde eine Frau verhaftet, der vorgeworfen wird, minderjährige Mädchen für sexuelle Dienste vermittelt zu haben.

Nach dem Hinweis eines Informanten beobachteten die Beamten die 31-jährige, wie sie drei Jugendliche im Alter von 14-16 Jahre zu Kunden in ein Restaurant im Bezirk Samae Dam brachte. Die Frau sagte aus, dass sie die drei Mädchen adoptiert habe, nachdem sie von zu Hause weggelaufen seien. Für die Vermittlung der Kinderprostitution verlangte sie 1500 Baht, wovon sie selbst 500 Baht behielt. Sie erwartet eine Strafe wegen Menschenhandels und Anstiftung Minderjähriger zur Prostitution.

Die übergewichtige Frau begründete die Tatvorwürfe damit, dass sie „für einen normalen Job zu fett sei“.

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Mit dem Toy-Train Richtung Shimla

Nun war es soweit. Es sollte mit einem niedlichen Zug Richtung Berge gehen. Himalaya, ich komme. Unsere erste Station….Shimla. Ein Ort auf ca. 2200 Metern im schönen Staat Himachal Pradesh.

Die Zugfahrt begann um 6 Uhr morgens und war total schön. Der kleine Zug hatte 5 Wagons. In einen Wagon passten ca. 15 Leute. Und so fuhren wir ca. 5 Stunden Richtung Berge. Die Aussicht war toll. Es war auch wundervoll die Tannen zu riechen und überall Moos zu sehen. Fühlte mich zeitweise in eine Kinder-Märchenbahn versetzt und suchte schon nach kleinen Zwergenfiguren 😉

Wir waren die einzigen Weißen und die Inder an Bord waren alle in Urlaubsstimmung. Sie hatten Pudelmützen auf, die Kinder waren in dicke Jacken gehüllt und es wurden ohne Ende Fotos gemacht. Man merkte, daß sie sich sehr auf die Kühle der Berge freuten.

Als wir am Bahnhof in Shimla ankamen, war ich gleich begeistert. Shimla ist sooo schön!!! Du sieht riesige Berge mit Schneekuppen am Horizont, die Luft ist klar, der Himmel war blau und die ganze Atmosphäre der Stadt war einfach angenehm. Die Temperatur war bei ca. 10 Grad.

Nachdem wir im Hotel untergekommen waren, gingen wir auf Erkundungstour. Es gibt ein Zentrum, wo sich das touristische Leben abspielt…..und ich rede vom indischen Tourismus. Denn Weiße waren sehr wenige da.

In diesem Zentrum gibt es tolle Restaurants,  Cafés mit super, leckeren Torten!!!!!!!!, Geschäfte und einfach schöne Gebäude. Überall war englische Architektur zu finden. Diese damals noch verschlafene Stadt wurde nämlich im 1900 Jahrhundert von Briten entdeckt und wurde dann zum indischen Sommersitz. Diese Stadt war auch eine zeitlang Regierungssitz. Und diesen britschen Einfluß siehst Du überall.

Auch die Umgebung gefiel mir sehr gut. Überall Tannenwälder. Wir besuchten auch die berühmte Shimla Universität, die früher das Regierungsgebäude war. Gandhi und andere wichtige Persönlichkeiten haben in diesen Räumlichkeiten über das Schicksal Indiens entschieden.

Wir besuchten auch den großen Hanumantempel der Stadt. Die riesige Affengottfigur war locker 40 Meter hoch und die Affen vor Ort waren super aggressiv. Du musstest aufpassen, daß Dich so ein Viech nicht ansprang. Wir bekamen mit, wie ein Affe die Einkaufstüte einer Frau wegriß und eine Horde Affen das Halstuch einer Inderin klaute und damit wegrannte. Zum Glück ist uns nichts passiert. Aber daher habe ich auch keine Fotos von den Affen, denn sie wurden böse, wenn Du mit dem Knipsapparat zu nahe kamst.

Die Kälte über Tag fand ich sehr angenehm. Was blöd ist…..die heizen die Zimmer nicht. Das System Heizung ist den Indern in den kalten Bergregionen unbekannt. Daher sind die Räume meist abends und über nacht super kalt. Auf Nachfrage hatten wir dann einen kleinen Wärmepuster bekommen, der aber viel zu klein war, um den ganzen Raum wärmen zu können. Also hieß es dick einpacken. Wir waren auch immer noch krank. Der Husten war immer noch da. Aber es wurde besser. Die saubere Luft zeigte langsam ihre Wirkung….und die Mandarinen und Äpfel, die wir dort im Ort kaufen konnten belieferten uns mit Vitamin C.

Nach ein paar Tagen wollten wir dann weiterziehen. Nächster Halt Mandi……mit dem Bus  6 Stunden Fahrt runter auf 800 Meter.

Aber das erzähle ich später 🙂

Lecker Momos….gedünstete Teigtaschen mit Gemüsefüllung.

Maiskolben….direkt auf der Kohle gegrillt. Vor dem Servieren wird der Kolben mit Zitronensaft eingerieben und mit Gewürzsalz bestreut.

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Ausflug in die Berge

Wir mieteten uns ein Motorrad und fuhren rauf auf fast 1700 Meter. Die gewundene Bergstraße war ein Traum, die Aussicht wundervoll und die Luft wurde mit jedem Meter sauberer.

Und als ich so auf dem Motorrad (mein Freund fuhr) dahinflog, war ich wirklich dankbar, daß ich das alles sehen darf.

Auf dem Weg trafen wir immer wieder auf Nomaden mit ihren Wasserbüffeln. Teilweise riesige Herden (so 20-30 Stück) die an der Straße ruhten und grasten.

(Hier ruhen all die Wasserbüffelbabys 🙂 )

(Kinder eines Nomadenvolkes)

(Die Wasserbüffeleltern nehmen ein Bad)

Als wir durch einen kleinen Ort kamen, kam uns ein Inder entgegen. Mein Freund rief „Grias di!“

Und der Inder strahlte zurück und rief:“Grias di!“ 😀

Mittags machten wir an einem Straßenrestaurant Pause.

(Das war die Aussicht….das ist auch der Ganges….noch ganz klein und sauber.)

(Ein süßes Milchgetränk. Sehr beliebt in Indien)

(Ein klassisches Thali: Brot, Linsen und Gemüse)

Abends fanden wir ein tolles kleines Hotel mit einem wahnsinnigen Ausblick auf die Berge. Das Zimmer plus komplettes Abendessen und Frühstück dort kostete 18 Euro. Wahnsinn, oder?!

Nur verplant waren die Kollegen. Wir hatten keine Handtücher im Zimmer, also baten wir um welche. Der Inder verstand und brachte EIN Handtuch. Wir schauten ihn an und meinten: „We are two persons. And that’s one towel.“

Er schaute uns immer noch verplant an.

Wir zeigten auf uns: „Two.“ Dann zeigten wir auf das Handtuch: „One“.

Dann begriff er und brachte ein zweites 😉

Abends spazierten wir noch durch den Ort. Mein Freund ließ sich noch eine Ewigkeit eine Kopf-und Rückenmassage geben. Kosten 80 Cent 🙂

Dann kauften wir einen Apfel, der hatte aber keinen Geschmack, also gab mein Freund dieses Stück Obst einem Wasserbüffel, der gerade an uns vorbeizog 🙂

Das war morgens unsere Aussicht aus dem Fenster. Und überall nur Vogelzwitschern.

Und frische, kühle Luft. Keine blöde Klimaanlage.

Auf dem Rückweg Richtung Rishikesh trafen wir noch eine Schweinefamilie und ganz viele Affen.

Wisst Ihr, wenn Indien überall super Klos hätte und gute österreichische Wirtshäuser, dann wäre das Land super!!!! 😉

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Indische Kurzmeldung

Sind wieder im Hotel und hundemüde. Hier ist es fast 21 Uhr.

Haben viel erlebt und Fotos wurden auch gemacht. Bin aber zu kaputt, um noch alles zu bloggen.

Aber eines kann ich Euch schon sagen:

Ich wurde wegen meiner Eistüte von einem großen Affen bedroht. Er hatte Raubtierzähne und ich Shit in der Büx.

Artikel plus Fotos folgen später.

Gute Nacht 😀

 

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Are you from Russia?

Ich verließ das Flugzeug und begab mich mit dem Pulk Richtung Paßkontrolle. Zum Glück war nicht viel los und somit kam ich nach 2 Minuten dran.

Ich trat an das Pult, grüßte mit „Namasté“ und reichte dem indischen Herrn meinen Paß.

Er schaute mich an und fragte: „Ah, you speak Hindi.“

Ich: „No, just a little bit.“

Er:” Oh, a little bit!! What do you know?”

Ich:” Pani, Alu, Gobi, Palak, Paneer, do, kuta.”

Er: “Just few words. Not good.”

Dabei strahlt er mich an.

Ich:“I have to learn Hindi. I know. But it is difficult.”

Dann schaute der andere Beamte neben ihm hoch, kümmerte sich nicht mehr um den Reisepaß vor ihm (Der Besitzer des Passes guckte schon genervt) und fragte strahlend: „Are you from Russia?“

Ich: „Why? Do I look like a Russian, or because of my russian name?“

Er: “No, but you like Alu (Kartoffeln). All Russians love Alu.

Mein Paßmeister : “No, she is German.”

Dann wurde wieder herum gestempelt  und ich konnte den Abflug machen.

Auf meinen Koffer wartete ich noch eine ganze Weile und ich war erleichtert, als ich ihn sah.

Dann rollte ich Richtung Ausgang. Beim Exit sitzen immer Beamte, denen Du einen Zettel geben mußt. Auf diesem Stück Papier musst Du angeben, ob Du Fleisch, Pflanzen oder was auch immer einführst.

Ich reichte einem älteren Herrn in Uniform den besagten Zettel und grüßte wieder mit: „Namasté“.

Er: „Namasté.“ Und reicht mir die Hand. (So etwas wagen sie auch nur bei westlichen Frauen, die alleine reisen, da sie meinen, daß wir eh sexuell sehr offen sind).

Ich: „I’m happy to be in India again”.

Er lächelt: “Me too.”

Na dann.

Ich rollte Richtung Taxistand und schon ging es los zum Schatzi.

Super schnell ging die Fahrt, da die Straßen zu dieser Uhrzeit leer waren.

Und als ich eine große Affenfamilie am Straßenrand sah und eine Affenmutter mit Baby an der Brust in meine Richtung schaute, musste ich lächeln.

Indien hat mich wieder….es fühlt sich an, als wäre ich erst gestern hier gewesen.

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Hanuman-Tempel….verdammt hoch…

Am 2. Tag unser Hampi-Tour sollte es auf die andere Flußseite gehen zu dem Hanuman-Tempel. Ein weißer Punkt gaaaaaanz weit oben auf einem Berg…..aber der Reiseführer sagte, daß das kein Problem sei..nur 520 Stufen, oder so. Na dann… Am morgen war aber schon klar, daß ich mit meinem Partner alleine gehen muß, da unser australischer Freund krank war. Ihm war schlecht und er übergab sich ständig. Das ist normal in Indien….so etwas erwischt hier jeden mal…hatte mich eh schon gewundert , daß unser Freund solange gesund geblieben ist….er ist schließlich schon ein Monat hier. Naja, wir boten an, die ganze Sache zu lassen und nach Hause zu fahren, aber der Kranke wollte das nicht. Wir sollten zum Tempel gehen, während er sich in einem Hippi-Café ausruhen würde. Wir fanden ein gemütliches „Restaurant“ mit Liegewiesen und dort platzierten wir ihn dann. Eingelullt von der Hippi-Musik schlummerte unser Freund dann auch schon auf seiner Liege ein. Mein Freund und ich setzten uns in ein TukTuk (indisches Taxi) und ließen uns Richtung Tempel fahren. Der Weg war super schlecht. Die Schlaglöcher ließen uns im Sekundentakt an die Decke fliegen. Die Landschaft war aber sehr schön. Überall Palmenhaine, Reisfelder, Ziegenherden usw. Dann war es soweit..der Aufstieg. Der Fahrer ließ uns am Fuß der Stufen raus , wir kauften noch paar Bananen für die Affen, die überall herumspringen und dann ging es los. Nach einigen Stufen war mit schon total heiß (es war sehr warm, Mittagssonne und Co), mein Kopf war ganz rot, die Klamotten klebten an meinem Körper und ich keuchte wie eine Dampflok….ich war bestimmt super sexy unterwegs… Als ich gedanklich diesen blöden Tempel verfluchte und ständig fragte, warum dieser besc**** Tempel so weit oben sein muß, mein Freund klugscheißerisch erklärte, daß man mit dem Tempel den Göttern nah sein wollte, merkte ich, daß überall Affen in den Bäumen saßen. Sie beobachteten uns. Vor den kleinen grauen Äffchen hatte ich aber keine Angst. Respekt hatte ich vor den großen Hanuman-Affen, die locker 23 Kilo bekommen können und auch leicht aggressiv angehaucht sind. Als ich so schnaufend die xte Stufe gegangen bin, sehe ich vor mir ein riesigen Hanuman-Affen. Er war nur 2 Meter weg von mir und fixierte mich. Ich mußte aber an ihm vorbei…sprich ihm sehr, sehr nahe kommen….30 cm Abstand….ich blieb stehen und wusste nicht was ich machen sollte. Banane wollte ich nicht geben, weil dann wären 100derte gekommen und hätten unseren Rucksack auseinander genommen. Mein Freund meinte dann, daß man nur selbstsicher auftreten muß….einfach Kopf hoch…zeigen wer der Boss ist..und an dem Affen entspannt vorbei gehen. Ich dachte: Super Idee!! Also marschierte ich los….mutig…unerschrocken…Mensch steht über Affe…wäre ja gelacht… Aber dann bäumte sich der Affe auf, öffnete sein Maul und zeigte mir seine riesigen, scharfen Zähne. Ich sofort zurückgesprungen. Toller Einfall!! In diesem Moment kam ein Inder mit einem riesigen Sack auf dem Kopf die Treppe hoch. Der Affe hatte anscheind Angst davor, denn er sprang sofort weg. Ich so: Wir müssen diesem Mann folgen. Dann passiert uns nichts. …naja, leichter gesagt als getan…der Typ war trotz des 30 Kilo Sackes auf der Birne schneller als wir…wir schafften es nicht mitzuhalten…. Peinlich, peinlich Mein Freund und ich legten dann öfters mal Pausen ein und genoßen die Aussicht…wirklich…also nicht das wir uns ausruhen mussten, oder so…pfff, lächerlich.. Irgendwann kamen wir dann oben an. JAAAAAAAAA. So muß sich Messner auf der Spitze des Mount Everest gefühlt haben…. Der Tempel selbst war nicht der Knaller, aber die Aussicht war sehr schön. Als wir wieder abstiegen, kamen uns dann die ganzen alten Inder entgegen…sahen aus wie 120 und hüpften hoch wie jungen Gazellen. Wie machen die das?? Naja, auf jeden Fall ist Hanuman nicht mein Lieblingsgott. Ich bleibe bei Ganesha….der Elefantengott. Fühle mich irgendwie mit ihm mehr verbunden…..und NEIN, nicht wegen der Trägheit und Fülle usw….sondern rein mental…. Die Bananen haben wir dann zum Schluß den Affen zugeworfen…….mit sicherem Abstand…

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Ein Elefant segnet mich.

Teil der Tempeltour war der Haupttempel….Namen vergessen….

Man musste vor dem Gelände die Schuhe ausziehen und dann ging das Schlendern durch die wunderschönen Bauten los.

Überall gab es auch die großen Hanuman Languren.

Sie werden verehrt, weil sie die Verkörperung des indischen Affengottes Hanuman darstellen.

Hanuman war ein Krieger, der dem Gott Rama half seine Frau Sita, die entführt wurde, zu befreien.

Als die Rettung gelang, stahl Hanuman eine Mango aus einem heiligen Garten und brachte diese Frucht somit nach Indien.

Zur Strafe sollte Hanuman auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Er schaffte es aber zu entkommen. Behielt aber ein verrußtes Gesicht zurück. So erklären die Inder die schwarzen Gesichter der Affen.

Mein Höhepunkt war der Tempelelefant Lakshmi. Die Elefanten-Dame lebt schon seit 15 Jahren in diesem Tempel und segnet die Besucher.

Du stehst vor diesem riesigen, wunderschönen Geschöpf, Du hälst 10 Rupien hin, der Elefant nimmt den Schein mit dem Rüssel, gibt das Geld dem Inder, der der Elefantentrainer ist und daneben sitzt und dann legt Lakshmi den Rüssel sanft auf Deinen Kopf.

Ein wunderbares Gefühl!!

Danach stupste er mich noch rechts und links und am Herzen an….ich dachte der segnet mich noch ganz speziell….katholisch, oder so….weil bei den anderen Leuten hat sie das nicht gemacht…wow…aber nein….sie suchte nur nach Eßbaren in meinen Taschen.

Foto seht ihr rechts 🙂

Die indischen Besucher gaben nicht 10 Rupien, sondern nur eine Rupien Münze.

Dafür gab es eine kurze und heftige Segnung.

Eine alte indische Dame gab dem Elefanten die Münze und dann schloß sie ihre Augen und wartete.

Der Elefant schwang den Rüssel , haute auf den Kopf, die Inderin wurde durch das Gewicht richtig runtergedrückt und dann war es schon vorbei.

Der indische Herr danach gab auch eine Münze und als er den Rüssel abbekam, fiel ihm fast die Brille von der Nase.

Am Schluß kam noch ein Vater mit einem kleinen Kind auf dem Arm. Als die Segnung beginnen sollte und der riesige Rüssel auf das Kind zukam, riß der Kleine die Augen in Panik auf, schrie und versuchte sich aus Papas Armen zu befreien.

Ich kann mir vorstellen, daß das Tier für den kleinen Stöpsel ziemlich furchteinflössend wirkte 🙂

Dieses Erlebnis mit dem Tempelelefanten war mit das beste was ich je erlebt habe.