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Mascha alias Ahoi Brause

Wisst Ihr wie ich mich seit heute morgen fühle? Wie ein Flummi, der nicht liegen bleiben kann, sondern immer wieder herumhüpft.

Es fühlt sich an, als wenn ich x Tüten Ahoi Brause (Waldmeister war mein Lieblingsgeschmack) in meinem Bauch habe und Cola hinterhergeschüttet hätte.

Ich bin zappelig!!!

Das hat sicher etwas mit dem Abflug zu tun. Die Tage rennen nur so, als könnten sie nicht erwarten endlich in Wien österreichischen Boden zu betreten.

Seit gestern Mittag bin ich alleine in unserem Haus, da mein Freund und Koala (so nenne ich jetzt unseren australischen Freund, der zurzeit bei uns wohnt…..Immer „australischer Freund“ schreiben nervt….daher Koala)

…also wo war ich? Ah ja…mein Schatz und Koala sind aus beruflichen Gründen im Norden Goas unterwegs und daher fahre ich bis übermorgen solo.

Ist vielleicht auch gut so….denn meine Zappelei würde auch einen starken Espresso nervös machen.

Gestern spürte ich schon so eine Art Unruhe aufkommen…so eine Unruhe, wie man sie als Kind spürt, wenn man im Kalender sieht, daß es schon der 1. Dezember ist und Du nur noch 23 Mal schlafen musst.

Heute morgen ging es dann aber richtig los.

Erstes Anzeichen: Ich wurde um 5.30 Uhr wach….hellwach….wie bescheuert ist das denn??!! Ich meinen Kopf wieder ins Kissen gewühlt, aber mein Gehirn war schon aktiviert, es wurden Knöpfe gedrückt, Gedankenströme wurden weitergeleitet und zack…mit dem Schlafen war es vorbei.….also ab ins Badezimmer. Dort schaute ich in den Spiegel und dachte so (Man Mascha, Du gutaussehendes Wesen, wie geht es Dir?)…..Wahnsinn, soviel Selbstliebe bin ich morgens gar nicht gewohnt….kann mich aber daran gewöhnen 😉

Ich schlürfte durch das noch dunkle Haus, knipste Licht an und fing an den Abwasch zu machen und aufzuräumen. Um 6.30Uhr wurde es dann hell, ich konnte das Licht ausschalten und die Türen und Fenster weit öffnen.

Ich goß meine Blumen, machte das Bett und trank eine Tasse Kaffee.

Ich frühstückte und las Zeitungen.

Tja…um 10 Uhr war ich damit fertig und als ich zu meinen Schulunterlagen ging, merkte ich die Nervosität aufkommen. Ich fühlte mich so zappelig wie ein kleines Kind, das gleich in den Zoo fährt, oder das vor der Wohnzimmertür darauf wartet endlich den Weihnachtsbaum und die Geschenke zu sehen.

Ich sagte mir selbst, daß ich mich zusammenreißen soll und begab mich in die schöne (gelogen), aufregende (laaaaangweilig) und leicht zu erlernende (jaaaaa klaaaar) Welt der Geologie.

Als ich da so saß und meine Arbeit über Gesteinsarten, Gesteinsschichten und Gesteins…..Dingsbums schrieb, wanderten meine Gedanken immer wieder weg. Mein Gehirn wollte sich nicht konzentrieren. Also machte ich nach einer Weile Pause und las etwas in meinem Buch….gleiches Problem in grün….also ging ich herum, leerte Müllsäcke, räumte den Kühlschrank auf usw.

Kaum war das erledigt….Ahoi Brausen-Alarm

Aber was ist diese Unruhe? Vorfreude? Traurigkeit?

Wird das jetzt jeden Tag so gehen??!!

Konzentration vorbei…Artikel beendet.