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Ausflug in die Berge

Wir mieteten uns ein Motorrad und fuhren rauf auf fast 1700 Meter. Die gewundene Bergstraße war ein Traum, die Aussicht wundervoll und die Luft wurde mit jedem Meter sauberer.

Und als ich so auf dem Motorrad (mein Freund fuhr) dahinflog, war ich wirklich dankbar, daß ich das alles sehen darf.

Auf dem Weg trafen wir immer wieder auf Nomaden mit ihren Wasserbüffeln. Teilweise riesige Herden (so 20-30 Stück) die an der Straße ruhten und grasten.

(Hier ruhen all die Wasserbüffelbabys 🙂 )

(Kinder eines Nomadenvolkes)

(Die Wasserbüffeleltern nehmen ein Bad)

Als wir durch einen kleinen Ort kamen, kam uns ein Inder entgegen. Mein Freund rief „Grias di!“

Und der Inder strahlte zurück und rief:“Grias di!“ 😀

Mittags machten wir an einem Straßenrestaurant Pause.

(Das war die Aussicht….das ist auch der Ganges….noch ganz klein und sauber.)

(Ein süßes Milchgetränk. Sehr beliebt in Indien)

(Ein klassisches Thali: Brot, Linsen und Gemüse)

Abends fanden wir ein tolles kleines Hotel mit einem wahnsinnigen Ausblick auf die Berge. Das Zimmer plus komplettes Abendessen und Frühstück dort kostete 18 Euro. Wahnsinn, oder?!

Nur verplant waren die Kollegen. Wir hatten keine Handtücher im Zimmer, also baten wir um welche. Der Inder verstand und brachte EIN Handtuch. Wir schauten ihn an und meinten: „We are two persons. And that’s one towel.“

Er schaute uns immer noch verplant an.

Wir zeigten auf uns: „Two.“ Dann zeigten wir auf das Handtuch: „One“.

Dann begriff er und brachte ein zweites 😉

Abends spazierten wir noch durch den Ort. Mein Freund ließ sich noch eine Ewigkeit eine Kopf-und Rückenmassage geben. Kosten 80 Cent 🙂

Dann kauften wir einen Apfel, der hatte aber keinen Geschmack, also gab mein Freund dieses Stück Obst einem Wasserbüffel, der gerade an uns vorbeizog 🙂

Das war morgens unsere Aussicht aus dem Fenster. Und überall nur Vogelzwitschern.

Und frische, kühle Luft. Keine blöde Klimaanlage.

Auf dem Rückweg Richtung Rishikesh trafen wir noch eine Schweinefamilie und ganz viele Affen.

Wisst Ihr, wenn Indien überall super Klos hätte und gute österreichische Wirtshäuser, dann wäre das Land super!!!! 😉

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Voller Energie in Varanasi

Es war einfach nur schön!!! Jeden Morgen war ich schon vor meinem Partner wach, machte mich im Bad fertig und schlich aus dem Zimmer, betrat den Balkon und beobachtete den Ganges, der friedlich und mächtig an uns vorbeizog. Überall waren schon Menschen zu sehen, die im Fluß badeten und Gebete aussprachen. Hier an diesem Ort fühlte ich mich wieder lebendig und voller Energie.
Auch unsere Freunde, die wir seit 6 Monaten nicht gesehen hatten meinten, daß mich Indien verändert hat. Ich würde so strahlen. Ja, das hört man gerne 😉
Indien verändert einen Menschen. Dieses Land geht an einem nicht spurlos vorbei. Das ist wahr.
Am ersten Tag unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Ganges. Unsere Freunde, die dort eine Schule für arme Kinder betreiben, organisierten diesen Ausflug. Die Kinder sollten mal etwas anderes sehen als die Stadt.
Es waren ca. 30 Kinder an Bord und es war ein riesiges Gewühle. Die Kinder sprangen herum und ich hatte furchtbare Angst, daß ein Würmchen ins Wasser fallen würde….die meisten Inder können nicht schwimmen. Wäre das passiert, hätte ich hinterher springen müssen, aber alleine der Gedanke in dieses verseuchte Wasser zu springen (Abfälle, Klärwasser, Leichen, menschliche Asche usw)sorgte dafür, daß sich bei mir alles zusammenzog….heiliger Fluß hin oder her….aber naja, wenn es hätte sein müssen, hätte ich Baywatch gespielt.
Wir fuhren mit dem Boot auf die andere Flußseite und dort war es unglaublich friedlich. Ein großer Strand und dahinter gab es kleine Dörfer mit Tieren, Brunnen, Feldern….so idyllisch….unglaublich, daß so eine Ruhe herrscht wobei doch die chaotische Stadt auf der anderen Flußseite so laut und voll ist.
Es war verdammt heiß und es gab nichts mehr zu trinken. Ich hatte auch vergessen etwas mitzubringen. Wir gingen mit den Kindern , den Lehrern und unseren Freunden in ein Dorf und dort fragte man, ob wir den Brunnen benutzen dürfen. Die Gastfreundschaft in Indien ist groß und daher war das gar kein Problem. Somit standen wir alle zusammen unter einem riesigen Baum, der Schatten spendete und die Kinder fingen an das Wasser aus dem Brunnen zu trinken. Ein Österreicher, der erst seit 2 Tage in Indien war und sich noch nicht wirklich auskannte, sprang auch zum Brunnen und wollte trinken. Ich konnte ihn gerade noch wegzerren. Ich erklärte ihm, daß dieses Wasser ihn furchtbar krankmachen würde. Großes Nein, Nein!!! Lieber jetzt durstig, als tagelang schlimme Magendarmbeschwerden.
Die Dorfbewohner schauten uns alle neugierig an und was das beste war: Überall standen kleine Ziegenbabys herum!!! Das war ja etwas für Mascha. Meine Lieblingsziege war Oreo….ich nannte das Baby so, weil es schwarz, weiß, schwarz war. Sah aus wie der Oreokeks. Ich trug das Baby herum und es legte sein Köpfchen an meinen Hals und kuschelte.
Der Ausflug war am späten Nachmittag zuende und wir waren auch ziemlich fertig….stundenlang in der Sonne, kein Wasser und schreiende Kinder überall um einen herum….das macht müde 😉

Fortsetzung folgt….

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Hanuman-Tempel….verdammt hoch…

Am 2. Tag unser Hampi-Tour sollte es auf die andere Flußseite gehen zu dem Hanuman-Tempel. Ein weißer Punkt gaaaaaanz weit oben auf einem Berg…..aber der Reiseführer sagte, daß das kein Problem sei..nur 520 Stufen, oder so. Na dann… Am morgen war aber schon klar, daß ich mit meinem Partner alleine gehen muß, da unser australischer Freund krank war. Ihm war schlecht und er übergab sich ständig. Das ist normal in Indien….so etwas erwischt hier jeden mal…hatte mich eh schon gewundert , daß unser Freund solange gesund geblieben ist….er ist schließlich schon ein Monat hier. Naja, wir boten an, die ganze Sache zu lassen und nach Hause zu fahren, aber der Kranke wollte das nicht. Wir sollten zum Tempel gehen, während er sich in einem Hippi-Café ausruhen würde. Wir fanden ein gemütliches „Restaurant“ mit Liegewiesen und dort platzierten wir ihn dann. Eingelullt von der Hippi-Musik schlummerte unser Freund dann auch schon auf seiner Liege ein. Mein Freund und ich setzten uns in ein TukTuk (indisches Taxi) und ließen uns Richtung Tempel fahren. Der Weg war super schlecht. Die Schlaglöcher ließen uns im Sekundentakt an die Decke fliegen. Die Landschaft war aber sehr schön. Überall Palmenhaine, Reisfelder, Ziegenherden usw. Dann war es soweit..der Aufstieg. Der Fahrer ließ uns am Fuß der Stufen raus , wir kauften noch paar Bananen für die Affen, die überall herumspringen und dann ging es los. Nach einigen Stufen war mit schon total heiß (es war sehr warm, Mittagssonne und Co), mein Kopf war ganz rot, die Klamotten klebten an meinem Körper und ich keuchte wie eine Dampflok….ich war bestimmt super sexy unterwegs… Als ich gedanklich diesen blöden Tempel verfluchte und ständig fragte, warum dieser besc**** Tempel so weit oben sein muß, mein Freund klugscheißerisch erklärte, daß man mit dem Tempel den Göttern nah sein wollte, merkte ich, daß überall Affen in den Bäumen saßen. Sie beobachteten uns. Vor den kleinen grauen Äffchen hatte ich aber keine Angst. Respekt hatte ich vor den großen Hanuman-Affen, die locker 23 Kilo bekommen können und auch leicht aggressiv angehaucht sind. Als ich so schnaufend die xte Stufe gegangen bin, sehe ich vor mir ein riesigen Hanuman-Affen. Er war nur 2 Meter weg von mir und fixierte mich. Ich mußte aber an ihm vorbei…sprich ihm sehr, sehr nahe kommen….30 cm Abstand….ich blieb stehen und wusste nicht was ich machen sollte. Banane wollte ich nicht geben, weil dann wären 100derte gekommen und hätten unseren Rucksack auseinander genommen. Mein Freund meinte dann, daß man nur selbstsicher auftreten muß….einfach Kopf hoch…zeigen wer der Boss ist..und an dem Affen entspannt vorbei gehen. Ich dachte: Super Idee!! Also marschierte ich los….mutig…unerschrocken…Mensch steht über Affe…wäre ja gelacht… Aber dann bäumte sich der Affe auf, öffnete sein Maul und zeigte mir seine riesigen, scharfen Zähne. Ich sofort zurückgesprungen. Toller Einfall!! In diesem Moment kam ein Inder mit einem riesigen Sack auf dem Kopf die Treppe hoch. Der Affe hatte anscheind Angst davor, denn er sprang sofort weg. Ich so: Wir müssen diesem Mann folgen. Dann passiert uns nichts. …naja, leichter gesagt als getan…der Typ war trotz des 30 Kilo Sackes auf der Birne schneller als wir…wir schafften es nicht mitzuhalten…. Peinlich, peinlich Mein Freund und ich legten dann öfters mal Pausen ein und genoßen die Aussicht…wirklich…also nicht das wir uns ausruhen mussten, oder so…pfff, lächerlich.. Irgendwann kamen wir dann oben an. JAAAAAAAAA. So muß sich Messner auf der Spitze des Mount Everest gefühlt haben…. Der Tempel selbst war nicht der Knaller, aber die Aussicht war sehr schön. Als wir wieder abstiegen, kamen uns dann die ganzen alten Inder entgegen…sahen aus wie 120 und hüpften hoch wie jungen Gazellen. Wie machen die das?? Naja, auf jeden Fall ist Hanuman nicht mein Lieblingsgott. Ich bleibe bei Ganesha….der Elefantengott. Fühle mich irgendwie mit ihm mehr verbunden…..und NEIN, nicht wegen der Trägheit und Fülle usw….sondern rein mental…. Die Bananen haben wir dann zum Schluß den Affen zugeworfen…….mit sicherem Abstand…

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Mehr Geschichten plus Blog-Gebastel

So, Ihr Lieben. Nun ist es schon 21 Uhr und ich mag nicht mehr bloggen. Ich spiele noch eine Runde Skat und dann ist Schluß für heute.

Morgen stelle ich noch Geschichten von meinem Ausflug rein und ich werde auch noch am Blog-Design feilen. Ist noch nicht ganz fertig. Also nicht wundern, falls sich noch Sachen ändern sollten.

Übermorgen geht es dann nach Mumbai…dann werde ich Geschichten über den Weihnachtsmarkt mitbringen 🙂

Gute Nacht