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Getting lost is all part of the journey

……stand auf der Karte.
Mein Freund kam zu mir, als ich am Laptop saß und reichte mir paar Spruchkarten die er irgendwo her hat und fragte, ob ich sie haben möchte. Ich schaute sie etwas desinteressiert durch und da las ich auf der einen Karte den Spruch: „Getting lost is all part of the journey“. Ich hielt die Karte in der Hand und schaute den Spruch paar Sekunden an.
Ich fragte mich: Stimmt das? Sich zu verirren ist Teil der Reise? Heißt das, daß man garantiert ankommt..auch ohne Kompass und ohne zu wissen wo man eigentlich ankommen soll?
Und wie lange dauerte diese Verlorenheit? Und wer wird mir den Weg weisen?
Werde ich den Wegweiser erkennen, oder vernebelt an dem Schild vorbeilatschen?
Und wie alt werde ich sein, bis ich endlich das Ziel erreicht habe? Noch jung? Uralt?
Ich habe das Gefühl, daß ich einen Kompaß verdient hätte nach fast 30 Jahren kompletter Orientierungslosigkeit. Aber anscheind nicht….denn ich sehe keinen verflixten Kompass….und dann ist die Frage, ob ich überhaupt mit dem Ding umgehen könnte, sobald ich es in den Händen hätte.
Ja, ja….soviele Fragen und das schon vor meinem ersten Kaffee. Ich merkte wie meine Laune langsam in den Keller ging…solche Tiefs habe ich manchmal…ohne Grund…ohne Vorwarnung…manche nennen es Launenhaftigkeit…ich nenne es MM…..Maschas Moment(e). Manchmal dauern diese Momente eine Stunde, manchmal etwas länger. Ich weiß auch nicht was ich dagegen tun kann….und muß ich überhaupt etwas dagegen tun?! Vielleicht ist es ja gut seinen Gefühlen einfach freien Lauf zu lassen….naja, meine Umgebung sieht das natürlich in diesen MM etwas anders. Sie sind ja diejenigen, die es abbekommen. Das ist nicht fair, ich weiß….aber ich bin auch nur Mensch….habe mich halt nicht immer im Griff.
Als ich so in meinem Moment schwamm, auf meinen Laptop herumtippte und herumgrummelte, änderte ich auch in meinem Blog mein aktuelles Buch. Nicht weil ich das vorige schon fertiggelesen habe…also so schnell bin ich nun auch nicht….sondern weil ich es nicht mehr ertrug die Texte vom Guru Aurobindo weiterzulesen. Es geht um persönliche Entwicklung, Nachdenken über das eigene Handeln, Meditation, Yoga usw……
Ich verstand viele Texte nicht, zu spirituell, zu abgehoben und manches nervte mich nur….Daher übersprang ich viele Kapitel. Nachdenken über das eigene Handeln…nö…keine Lust…denke lieber über andere Leute und ihr Handeln nach…gibt mehr Tratsch her in der Kaffeerunde…..Yoga…..nicht beweglich genug….bei mir sieht der Schwan wie ein überfahrender Spatz aus….und Meditation…..LANGWEILIG!!!….Und es spielt sich deprimierendes Kopfkino ab….also dann kann ich gleich von der Brücke springen, dafür brauche ich keine 30 minütige Sitzorgie….
Tja, also auch kein Kompass in diesem Buch. Ein Buch von Aurobindo habe ich noch….mal schauen ob sich dort mein Verirrungsknoten etwas löst.
Wenn ich nicht gut drauf bin, hilft es mir zu backen. Da ich hier in Indien aber keinen Backofen besitze, mußte eine Alternative her. Diese heißt Avocadocreme herstellen. Ich grummelte also weiter und maschierte in die Küche. Ich nahm 2 Avocado und fing an diese aufzuschneiden und das Fruchtfleisch in eine Schale zu geben. Dann noch eine Zwiebeln und paar Knoblauchzehen schneiden und hacken, ab in die Avocadomasse, noch etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer dazu…und voilá…lecker, lecker!!!! Später genieße ich das auf einer schönen Scheibe Brot. Als ich dann die beiden Avocadokerne wegschmeißen wollte, überlegte ich es mir anders und drückte sie einfach in die Erde von einem Topf wo meine Bananenpflanze einfach keinen Willen zeigt zu sprießen…dann halt nicht. Dann soll halt die Avocado diesen Job übernehmen.
Nun fühle ich mich schon besser . Ich glaube MM ist für heute vorbei.

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Mascha ist gelandet.

Ich bin zurück!!!!!!!

Und Ihr habt mir gefehlt!!!

Ich habe soooooo viel zu berichten und weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Bin jetzt wieder in unserem Haus….mein Partner ist immer noch in Delhi.

Hier ist alles ok. Meine Pflanzen wachsen wie verrückt. Meine Avocadopflanze ist schon riesig geworden…..ich war so motiviert, daß ich gleich heute morgen noch andere exotische Obstsorten gepflanzt habe. Mango, Physalis, Zitrone, Banane, Passionsfrucht. Bin mal gespannt was dabei herauskommt….werde tropischer Gärtner 😉

Aber ich habe nicht nur im Garten gebuddelt…ich habe auch all Eure Blogeinträge gelesen…..super interessant….und auch etwas viel für alles aufeinmal….hatte dann Kopfschmerzen und brauchte einen Kaffee…..die Kopfschmerzen hatte ich natürlich nicht wegen der Qualität Eurer Artikel, sondern wegen der Datenmenge, die mein Gehirnchen verarbeiten musste.

Fotos wird es erstmal leider nicht geben 😦 😦 😦 Wie manche ja von Euch wissen, ist mein Apparat mal wieder eingegangen…schon vor Monaten und mein Schatz hat immer wieder angeboten, daß ich seine benutzen kann. Aber warum geht das nicht?!

1. Er bestimmt was photografiert wird…..also wenn ich am Strand einen toten Kugelfisch ablichten will, dann ist das so….aber nein…nörgel, nörgel, nörgel…..bis ich genervt aufgebe.

2. Speicherkarte ist randvoll….endet damit, daß er alte Fotos löscht um Platz für neue zu haben….daher auch der Fotoplatz wertvoll…daher kein Foto von der Freiheitsstatue aus 100%iger Schokolade.

3. Fotos, die gemacht wurden, müssten auf seinen Laptop geladen und dann diese mir per Email geschickt werden.
Sein Laptop, er keine Zeit, ich kein Durchblick bei seinem Kabelgewirr.

Also bitte versucht Eure Vorstellungskraft zu benutzen…..und zum Geburtstag wünsche ich mir eine super Kamera, mit der ich alles und jeden knipsen kann….im Mai ist es soweit…drückt mir die Daumen, daß ich eine bekomme!!!

Ich werde heute versuchen soviel wie möglich zu berichten, da ich jetzt die Ruhe dafür habe…und Strom…das ist in Indien keine Selbstverständlichkeit….legt aber zwischen meinen Beiträgen Lesepausen ein….ich will keine Beschwerden wegen evtl. Kopfweh hören.

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Hanuman-Tempel….verdammt hoch…

Am 2. Tag unser Hampi-Tour sollte es auf die andere Flußseite gehen zu dem Hanuman-Tempel. Ein weißer Punkt gaaaaaanz weit oben auf einem Berg…..aber der Reiseführer sagte, daß das kein Problem sei..nur 520 Stufen, oder so. Na dann… Am morgen war aber schon klar, daß ich mit meinem Partner alleine gehen muß, da unser australischer Freund krank war. Ihm war schlecht und er übergab sich ständig. Das ist normal in Indien….so etwas erwischt hier jeden mal…hatte mich eh schon gewundert , daß unser Freund solange gesund geblieben ist….er ist schließlich schon ein Monat hier. Naja, wir boten an, die ganze Sache zu lassen und nach Hause zu fahren, aber der Kranke wollte das nicht. Wir sollten zum Tempel gehen, während er sich in einem Hippi-Café ausruhen würde. Wir fanden ein gemütliches „Restaurant“ mit Liegewiesen und dort platzierten wir ihn dann. Eingelullt von der Hippi-Musik schlummerte unser Freund dann auch schon auf seiner Liege ein. Mein Freund und ich setzten uns in ein TukTuk (indisches Taxi) und ließen uns Richtung Tempel fahren. Der Weg war super schlecht. Die Schlaglöcher ließen uns im Sekundentakt an die Decke fliegen. Die Landschaft war aber sehr schön. Überall Palmenhaine, Reisfelder, Ziegenherden usw. Dann war es soweit..der Aufstieg. Der Fahrer ließ uns am Fuß der Stufen raus , wir kauften noch paar Bananen für die Affen, die überall herumspringen und dann ging es los. Nach einigen Stufen war mit schon total heiß (es war sehr warm, Mittagssonne und Co), mein Kopf war ganz rot, die Klamotten klebten an meinem Körper und ich keuchte wie eine Dampflok….ich war bestimmt super sexy unterwegs… Als ich gedanklich diesen blöden Tempel verfluchte und ständig fragte, warum dieser besc**** Tempel so weit oben sein muß, mein Freund klugscheißerisch erklärte, daß man mit dem Tempel den Göttern nah sein wollte, merkte ich, daß überall Affen in den Bäumen saßen. Sie beobachteten uns. Vor den kleinen grauen Äffchen hatte ich aber keine Angst. Respekt hatte ich vor den großen Hanuman-Affen, die locker 23 Kilo bekommen können und auch leicht aggressiv angehaucht sind. Als ich so schnaufend die xte Stufe gegangen bin, sehe ich vor mir ein riesigen Hanuman-Affen. Er war nur 2 Meter weg von mir und fixierte mich. Ich mußte aber an ihm vorbei…sprich ihm sehr, sehr nahe kommen….30 cm Abstand….ich blieb stehen und wusste nicht was ich machen sollte. Banane wollte ich nicht geben, weil dann wären 100derte gekommen und hätten unseren Rucksack auseinander genommen. Mein Freund meinte dann, daß man nur selbstsicher auftreten muß….einfach Kopf hoch…zeigen wer der Boss ist..und an dem Affen entspannt vorbei gehen. Ich dachte: Super Idee!! Also marschierte ich los….mutig…unerschrocken…Mensch steht über Affe…wäre ja gelacht… Aber dann bäumte sich der Affe auf, öffnete sein Maul und zeigte mir seine riesigen, scharfen Zähne. Ich sofort zurückgesprungen. Toller Einfall!! In diesem Moment kam ein Inder mit einem riesigen Sack auf dem Kopf die Treppe hoch. Der Affe hatte anscheind Angst davor, denn er sprang sofort weg. Ich so: Wir müssen diesem Mann folgen. Dann passiert uns nichts. …naja, leichter gesagt als getan…der Typ war trotz des 30 Kilo Sackes auf der Birne schneller als wir…wir schafften es nicht mitzuhalten…. Peinlich, peinlich Mein Freund und ich legten dann öfters mal Pausen ein und genoßen die Aussicht…wirklich…also nicht das wir uns ausruhen mussten, oder so…pfff, lächerlich.. Irgendwann kamen wir dann oben an. JAAAAAAAAA. So muß sich Messner auf der Spitze des Mount Everest gefühlt haben…. Der Tempel selbst war nicht der Knaller, aber die Aussicht war sehr schön. Als wir wieder abstiegen, kamen uns dann die ganzen alten Inder entgegen…sahen aus wie 120 und hüpften hoch wie jungen Gazellen. Wie machen die das?? Naja, auf jeden Fall ist Hanuman nicht mein Lieblingsgott. Ich bleibe bei Ganesha….der Elefantengott. Fühle mich irgendwie mit ihm mehr verbunden…..und NEIN, nicht wegen der Trägheit und Fülle usw….sondern rein mental…. Die Bananen haben wir dann zum Schluß den Affen zugeworfen…….mit sicherem Abstand…