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Elefantenritt in Rajasthan

So Ihr Lieben!! Erstmal wünsche ich Euch einen schönen Sonntag 🙂

Es tut mir leid, daß ich mich erst jetzt melde, aber ich hatte einen guten Grund. Wladek war sehr krank. Am Donnerstag fing es schon an. Wladek trank kaum etwas, aß nichts und schlief den ganzen Tag. Gassigehen wollte er auch nicht. Wir machten uns Sorgen, da wir nicht wussten was los war. In der Nacht bekam Wladek schlimmen Husten und wir sind sofort am nächsten Morgen zum Tierarzt gefahren. Wladek hat eine Bronchitis. Unser armer Schatz bekam eine Spritze und musste über 1 Stunde lang am Tropf hängen. Danach ging es nach Hause. Ich machte ihm ein gemütliches Schlaflager und dann schlief er erstmal paar Stunden. Danach trank er von alleine und aß auch etwas. Heute geht es ihm schon besser. Er muß sich aber schonen, bekommt einiges an Medikamenten und mit anderen Hunden darf er auch keinen Kontakt haben, da er ansteckt. Auf jeden Fall war ich mit der Pflege des Hundes beschäftigt und daher melde ich mich erst jetzt.

Ich habe nun gedacht, daß ich erstmal meine Geschichten aus Indien zusammengefasst erzählen werde, bevor ich von Rom usw. berichte.

Nun erzähle ich erstmal von Rajasthan. Mein Schatz und ich haben ein paar Tage in Rajasthan bei Freunden verbracht.  Wir hatten eine tolle Zeit 🙂

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(Der alte Mann ist unser Rikschahfahrer.)

So, nun kommen wir zu der Elefantengeschichte. Wir besuchten ein berühmtes Fort und dort kannst Du Dich von einem Elefanten hochtragen lassen. Ich wollte das auch machen, aber die Schlange war so lang, daß ich das Ende nicht sehen konnte. Uns wurde gesagt, daß wir ca. 3 Stunden warten müssten. Also ließen wir es. Wir fuhren mit einem Jeep hoch.

 

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Als wir auf dem Rückweg waren, war der Platz, wo vorher die Elefanten waren, leer. Ein Inder stand dort mit einem Motorrad. Wir fragten ihn wo all die Elefanten sein. Er sagte uns, daß die einzelnen Besitzer sie zu sich nach Hause gebracht haben, da Mittagspause sei. Er hätte seine zwei Elefanten schon bei sich im Garten, erklärte er uns und fragte, ob wir sie sehen wollen. Wir sagten ja, sprangen auf seine Maschine und fuhren in sein 5 Minuten Fahrt entferntes Dorf. Dort standen seine Haustiere.

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Der Inder fragte uns, ob wir auf seinem Elefanten reiten wollen. Ich war begeistert und stimmte zu. Also wurde extra für uns der Elefant gesattelt.

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Wer braucht schon einen Elefantenstau mit X Touristen, wenn man einen Privatritt in einem indischen Ort bekommen kann? 😉

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Blog-Maskottchen braucht einen Namen

Guten Abend, Ihr Süßen!!

Wie Ihr seht hat sich mein Blog etwas verwandelt. Irgendwie hat die Vorfreude auf Indien und die heutige Temperatur von 35 Grad dafür gesorgt, daß ich in tropische Gefühle kam und etwas Exotik auf den Blog zaubern wollte.

Das große Foto zeigt mich in einem traumhaften Privatpool mitten im Balinesischen Tropenparadies.

Ich hatte dann auch die Idee, daß ein Glücksbringer….ein sogenanntes Blogmaskottchen…. schön wäre. Ich fragte Lakshmi, ob sie mein Maskottchen sein möchte, aber der Elefant musste ablehnen. Lakshmi hat als Tempelelefant rüsselvoll zu tun und kann sich daher nicht aktiv um meinen Blog kümmern. (Das Foto der Segnung  darf aber weiterhin gezeigt werden.)

Schade, aber ich habe für die heilige Tempelarbeit 100%ig Verständnis.

Dann fiel mir der Hasengott ein, den ich damals auf Bali entdeckt habe.

Durch geistige Gedankenübertragung, erreicht durch intensive Mediation,  fragte ich ihn, ob er als Maskottchen frei wäre.

Seine Antwort kam schnell und war positiv  😀

Nun brauche ich nur noch einen schönen Namen, der einem göttlichen Kaninchen würdig ist.

Habt Ihr Ideen?

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2. Blog Award

So fängt doch die Woche gut an, oder? Mein zweiter Blog Award…..diesmal von der lieben reswolke. Vielen, vielen Dank dafür.

Ich freue mich sehr, daß ich Leser habe, die meinen Blog so sehr mögen, daß sie ihn nicht nur lesen, sondern mir sogar noch einen Preis verleihen. Was kann es für ein schöneres Kompliment geben? 😀

Eigentlich müsste ich ja nach Blogregeln diesen Award an 5 weitere Blogs weiterreichen. Da ich aber erst vor kurzem so einen Award verliehen habe, hoffe ich, daß es nicht schlimm ist, daß ich dies zum jetzigen Zeitpunkt ausfallen lasse…..(aber verschoben ist nicht aufgehoben;))

So, was habe ich sonst so zu erzählen?

– Wochenende war sehr schön

– Wochenenden sind nicht gut für das Gewicht

– Elefanten können Mundharmonika spielen…wie süüüüüüüüüß!!!!!

– Erkenntnis: Ich bin die meiste Zeit introvertiert 😉

Wünsche Euch allen einen super tollen Montag. Let’s rock!!

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Heute ist es soweit

Mascha sitzt auf gepackten Koffern….naja, also noch nicht ganz…habe noch etwas mit den Kilos zu kämpfen….20 KILO!!!….wie soll das gehen??!!….ich meine, ich bin doch kein Tourist gewesen, der für 2 Wochen Strandurlaub nicht mehr brauchte als 2 Bikinis, ein Handtuch und Reiselektüre und zurückfliegt mit einigen Souvenieren. Ich war über 6 Monate fort….da häuft sich etwas an…oder??!!…..Ok, gaaaanz ruhig….einatmen, ausatmen.

Gedanklich hüpft die Maschenka nicht mehr auf Klamottenbergen herum und versucht sie dadurch auf magischeweise zu verkleinern…und das mit hochrotem Kopf…., sondern der Trotzkopf sitzt nun entspannt in einem Blumengarten und trinkt heißen Chai.

Ich habe das meiste schon gestern vorgepackt und aufgeräumt. Heute geht es an den Feinschliff.

Abends holt uns das Taxi ab und dann geht es ab nach Delhi. Dort bleiben wir noch bis Mittwoch und dann heißt es Wien….Du hast mich wieder.

Ich finde es toll, daß wir in Delhi noch einen Stop einlegen. So kann man sich besser umstellen. Man ist schon raus aus Goa, aber noch nicht aus Indien. Der Kulturschock kann dadurch etwas abgedämpft werden. Denn dieser Schock wird sicher kommen. Gedanklich bin ich total auf Indien eingestellt und plötzlich sitze ich mitten in Europa….eine andere Welt.

Vieles wird mir schräg vorkommen….und ich werde vielen schräg vorkommen 😉

Ich freue mich auf Wien…wirklich!! Das wird toll!! Habe einiges vor….vieles auf der To-Do Liste….aber davon berichte ich später.

Ich melde mich wieder aus Delhi, außer ich bin aus einer Fahrrad-Rikscha gefallen und finde nie wieder nach Hause (bei Maschas Orientierungssinn gar nicht unwahrscheinlich), stecke mit einem TukTuk im Straßenverkehr fest…..für immer…., werde von einem heiligen Elefanten niedergetrampelt, oder von einer noch heiligeren Kuh gerammt……

Aber ich bitte die indischen Götter um Schutz, damit ich Euch auch aus der indischen Mega Hauptstadt zuquasseln kann 😉

*Mascha sitzt neben Ganesha (Elefantengott), teilt sich mit ihm eine Schale Süßigkeiten und hört Lakschmi (Göttin des Glücks und der Schönheit) zu, wie sie Tipps für ein positives und glückliches Leben gibt und Hanuman( Affengott) versucht Shiva ( Gott der Zerstörung) den Dreizack zu klauen*

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Autofahrt in Indien…langweilig wird es nicht…

Mein Freund ist wirklich ein sehr guter Autofahrer und daher hatten wir uns ein Auto gemietet und sind die ganze Strecke nach Hampi und zurück alleine gefahren. Es verlief auch alles gut…mal abgesehen vom normalen indischen Wahnsinn, der hier überall anzutreffen ist.

Auf dem Rückweg war es aber gefährlicher zu fahren, weil ein Teil der Route nach 18 Uhr…sprich im Dunkeln… gefahren werden musste.

Indische Straßen sind schon tagsüber super gefährlich…aber nachts??!!….Selbstmordkommando.

Die Straßen sind schlecht….Schlaglöcher….kilometerlange Sandpisten…unbeleuchtete LKWs….Ochsenkarren auf dem Highway….Menschen AUF DEM HIGHWAY…..unbeleuchtete Fahrradfahrer auf dem HIGHWAY!!…..Tiere auf der Straße…..sah am Kreisel einen Elefanten mit Reiter stehen!!!

Also da kann man sich ca. vorstellen wie sich so eine Fahrt…die stundenlang geht…anfühlt.

Das beste war ja noch, daß ja unser Freund krank war. Ihm war sehr schlecht. Die Autofahrt machte es nicht gerade einfacher für ihn.

Es endete damit, daß er….während wir im Dunkeln über eine Landstraße durch einen Nationalpark fuhren…halb aus dem Fenster hing und sich übergab.

Es hatte auch davor viel geregnet. Überall waren riesige Pfützen auf der Straße. Gerade als unser kranker Freund kotzend aus dem Auto hing, raste mein Freund durch eine große Wasserlache, die wir leider nicht gesehen haben. Das Wasser spritze einen Meter hoch und durchnässte unseren australischen Freund. Als ich mich umdrehte und ihn triefend mit überraschten Gesichtsausdruck vor mir sah, konnte ich nicht anders…..ich musste lachen!!! Das war einfach filmreif!!!

Nach einer Weile hielt ich es nicht mehr aus…ich musste auf Toilette…aber wo sollte ich hingehen….überall waren irgendwelche Menschen…und vor den Indern die Hose runterziehen…nein danke. Für die Männer war es natürlich einfach. Raus, Hose auf uns los.

Ich weigerte mich aber und hielt durch….aber irgendwann ging es nicht mehr und ich bat darum anzuhalten, damit ich in einen Busch gehen konnte. Es war stockdunkel, es nieselte und ich hatte keine Ahnung wo ich hingehen sollte. Nur die Scheinwerfer gaben etwas Licht ab….wäre ich mit meinem Freund alleine unterwegs gewesen, hätte ich einfach neben das Auto gemacht. Aber wir waren ja zu dritt…und mir war das peinlich…also bin etwas in die Büsche.

Mein Freund rief noch hinterher, daß ich nicht zu weit gehen soll, da gefährlich…Schlangen und so..

…ich dachte nur…ist doch ein Nationalparkt….hoffentlich begegne ich keinem Panther oder Tiger.

Als ich dann im Halbdunkeln ein Plätzchen fand und mich erleichterte, kamen mir plötzlich die riesigen Spinnen in den Sinn….es gibt hier so große bunte Spinnen…handgroß….OH GOTT!!! Vielleicht habe ich mich in ein Netz gesetzt und weiß es gar nicht. Ich sah die Spinne schon gedanklich auf meinem Hintern sitzen. Ich sprang auf, zog meine Hose hoch und rannte Richtung Auto. Im Wagen sitzend kontrollierte ich nochmal alles…puh…keine Spinne…sehr gut!!

Irgendwann bekamen wir Hunger. Aber wo essen? Wir waren auf einer einsamen Straße unterwegs.

Wir kamen dann aber durch ein Dorf und dort gab es eine kleine Hütte wo einige Inder herumstanden und etwas aßen. Mein Freund stieg aus und schaut nach. Patient und ich etwas unsicher hinterher. Es stellte sich dann heraus, daß der Besitzer ein netter Kerl war, der irgendetwas indisches für uns zaubern würde.

Wir setzten uns also in die Hütte an einen Tisch und warteten auf das Essen. Natürlich waren wir nun DIE Attraktion im Ort. Plötzlich war die Hütte voller Menschen. Alle starrten uns an und machten Fotos….besonders von mir. Wir bekamen dann unser Essen…kann nicht genau beschreiben was es war..aber es war lecker….und danach gab es dann noch leckeren Chai zu trinken.

Unser kranker Freund hielt sich natürlich mit dem Essen zurück.

Und dann kamen zwei Typen rein….stellten sich direkt vor unseren Tisch, holten Handys raus und fingen an mich zu filmen und zu fotografieren….wusste gar nicht wo ich hinschauen sollte….so muß sich ein Tier im Zoo fühlen.

Aber ich weiß, daß sie es nicht böse meinen….Du bist halt super exotisch für sie.

Um Mitternacht waren wir zuhause. Es war ein toller Trip!! Wir haben viele schöne Dinge gesehen.

Auch wenn mir natürlich leid tat, daß unser Freund am letzten Tag nicht allzuviel Spaß hatte.

Am nächsten Tag war er aber wieder komplett gesund 🙂

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Ein Elefant segnet mich.

Teil der Tempeltour war der Haupttempel….Namen vergessen….

Man musste vor dem Gelände die Schuhe ausziehen und dann ging das Schlendern durch die wunderschönen Bauten los.

Überall gab es auch die großen Hanuman Languren.

Sie werden verehrt, weil sie die Verkörperung des indischen Affengottes Hanuman darstellen.

Hanuman war ein Krieger, der dem Gott Rama half seine Frau Sita, die entführt wurde, zu befreien.

Als die Rettung gelang, stahl Hanuman eine Mango aus einem heiligen Garten und brachte diese Frucht somit nach Indien.

Zur Strafe sollte Hanuman auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Er schaffte es aber zu entkommen. Behielt aber ein verrußtes Gesicht zurück. So erklären die Inder die schwarzen Gesichter der Affen.

Mein Höhepunkt war der Tempelelefant Lakshmi. Die Elefanten-Dame lebt schon seit 15 Jahren in diesem Tempel und segnet die Besucher.

Du stehst vor diesem riesigen, wunderschönen Geschöpf, Du hälst 10 Rupien hin, der Elefant nimmt den Schein mit dem Rüssel, gibt das Geld dem Inder, der der Elefantentrainer ist und daneben sitzt und dann legt Lakshmi den Rüssel sanft auf Deinen Kopf.

Ein wunderbares Gefühl!!

Danach stupste er mich noch rechts und links und am Herzen an….ich dachte der segnet mich noch ganz speziell….katholisch, oder so….weil bei den anderen Leuten hat sie das nicht gemacht…wow…aber nein….sie suchte nur nach Eßbaren in meinen Taschen.

Foto seht ihr rechts 🙂

Die indischen Besucher gaben nicht 10 Rupien, sondern nur eine Rupien Münze.

Dafür gab es eine kurze und heftige Segnung.

Eine alte indische Dame gab dem Elefanten die Münze und dann schloß sie ihre Augen und wartete.

Der Elefant schwang den Rüssel , haute auf den Kopf, die Inderin wurde durch das Gewicht richtig runtergedrückt und dann war es schon vorbei.

Der indische Herr danach gab auch eine Münze und als er den Rüssel abbekam, fiel ihm fast die Brille von der Nase.

Am Schluß kam noch ein Vater mit einem kleinen Kind auf dem Arm. Als die Segnung beginnen sollte und der riesige Rüssel auf das Kind zukam, riß der Kleine die Augen in Panik auf, schrie und versuchte sich aus Papas Armen zu befreien.

Ich kann mir vorstellen, daß das Tier für den kleinen Stöpsel ziemlich furchteinflössend wirkte 🙂

Dieses Erlebnis mit dem Tempelelefanten war mit das beste was ich je erlebt habe.