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Was braucht man, um glücklich zu sein?

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Strand

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Haustiere

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Hängebett/Hängematte

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Pflanzen

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5 Sterne Luxus Sonntagsbrunch im Hotel

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Eure Quasseltasche 😀

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Heute ist es soweit

Mascha sitzt auf gepackten Koffern….naja, also noch nicht ganz…habe noch etwas mit den Kilos zu kämpfen….20 KILO!!!….wie soll das gehen??!!….ich meine, ich bin doch kein Tourist gewesen, der für 2 Wochen Strandurlaub nicht mehr brauchte als 2 Bikinis, ein Handtuch und Reiselektüre und zurückfliegt mit einigen Souvenieren. Ich war über 6 Monate fort….da häuft sich etwas an…oder??!!…..Ok, gaaaanz ruhig….einatmen, ausatmen.

Gedanklich hüpft die Maschenka nicht mehr auf Klamottenbergen herum und versucht sie dadurch auf magischeweise zu verkleinern…und das mit hochrotem Kopf…., sondern der Trotzkopf sitzt nun entspannt in einem Blumengarten und trinkt heißen Chai.

Ich habe das meiste schon gestern vorgepackt und aufgeräumt. Heute geht es an den Feinschliff.

Abends holt uns das Taxi ab und dann geht es ab nach Delhi. Dort bleiben wir noch bis Mittwoch und dann heißt es Wien….Du hast mich wieder.

Ich finde es toll, daß wir in Delhi noch einen Stop einlegen. So kann man sich besser umstellen. Man ist schon raus aus Goa, aber noch nicht aus Indien. Der Kulturschock kann dadurch etwas abgedämpft werden. Denn dieser Schock wird sicher kommen. Gedanklich bin ich total auf Indien eingestellt und plötzlich sitze ich mitten in Europa….eine andere Welt.

Vieles wird mir schräg vorkommen….und ich werde vielen schräg vorkommen 😉

Ich freue mich auf Wien…wirklich!! Das wird toll!! Habe einiges vor….vieles auf der To-Do Liste….aber davon berichte ich später.

Ich melde mich wieder aus Delhi, außer ich bin aus einer Fahrrad-Rikscha gefallen und finde nie wieder nach Hause (bei Maschas Orientierungssinn gar nicht unwahrscheinlich), stecke mit einem TukTuk im Straßenverkehr fest…..für immer…., werde von einem heiligen Elefanten niedergetrampelt, oder von einer noch heiligeren Kuh gerammt……

Aber ich bitte die indischen Götter um Schutz, damit ich Euch auch aus der indischen Mega Hauptstadt zuquasseln kann 😉

*Mascha sitzt neben Ganesha (Elefantengott), teilt sich mit ihm eine Schale Süßigkeiten und hört Lakschmi (Göttin des Glücks und der Schönheit) zu, wie sie Tipps für ein positives und glückliches Leben gibt und Hanuman( Affengott) versucht Shiva ( Gott der Zerstörung) den Dreizack zu klauen*

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Rindfleisch mit Hoden?!

Mein Freund und ich haben endlich einen Laden gefunden indem es Rindfleisch zu kaufen gibt. Das Ladenschild wirbt einladend mit „Meat, ice cream and…..“das dritte habe ich vergessen.

Ups…

Auf jeden Fall hüpfen mein Partner und ich glücklich in das Rindfleischparadies, hecheln süchtig nach Fleisch zur Theke, sehen auf der Arbeitsfläche herrliches Rindfleisch liegen, zeigen drauf und sagen jaaaaaaaaaaa, das wollen wir.

Der Inder schüttelt den Kopf und sagt freundlich, aber bestimmt, daß dieses köstliche Fleisch seinem Boss gehöre. Nicht zum Verkauf.

Er zeigte aber auf einen abgepackten Rindfleischhaufen und meinte, daß das noch zu haben sei.

„Meat with balls“!

Mein Freund guckte ungläubig und ich dachte nur häh??? (Häh bedeutet auf Hindi eigentlich „ist“ und wird immer zum Schluß eines Satzes gesagt)….ich meinte aber in diesem Moment das gute deutsche HÄH??!!!

Wir fragen nochmal nach was der Inder meint.

Dieser antwortet wieder: „Meat with balls“!

Ich denke noch so: Igittt!!! Hoden, im Fleisch!!! Bäh!!

Mein Freund schaute zwar ungläubig, aber glaubt ja nicht, daß ihn diese Tatsache vom Kauf abgebracht hätte….mein Schatz ist Heatcore Österreicher und die essen so perverse Sachen wie paniertes Gehirn oder Kalbskopf.

Zum Glück fanden wir aber raus, daß der Inder eigentlich „Meat with bones“ meinte.

Einmal durchgeatmet….

Zu Hause hat mein Partner sich gleich ans Kochen gemacht. Dabei hat er sich leider bös den Daumen verbrüht und das Fleisch ist total zäh….kann man machen was man will…

Ich glaube, daß ist die Strafe für das Essen heiligen Fleisches….

Holy cow…hare krishna rama rama

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Alles in Butter auf dem Kutter!!

Heute bin ich endlich wieder gesund!!! Die letzten Tage war mir ständig schlecht und mein Kreislauf spielte verrückt. Ich lief nur auf 30% und das war wirklich nervig.

Aber heute morgen wachte ich auf und SUPER!!! Alles in Butter!!!

Wir also alles gepackt und auf das Moped gesprungen. Heute wollten wir uns das Fort anschauen und die touristischen Strände im Norden Goas, die bekannt sind für Party, Party, Party. Besonders Russen, Engländer und Skandinavier sollen hier anzutreffen sein….dreimal dürft ihr raten warum……und Insider haben uns auch verraten, daß die Charterflugzeuge teilweise voll sein sollen mit jungen Russinnen, die ohne Geld anreisen, weil sie schon vorab vorhaben sich aushalten zu lassen…..boah…wenn ich schon so etwas höre….*Mascha grummelt vor sich hin*

Naja, wir fuhren also los. Nach ca. einer Stunde kamen wir am Fort an. Mein Hintern schmerzte wieder so doll…..naja, lassen wir das lieber…

Da Sonntag war gab es viele indische Wochenendtouristen. Vor dem Fort standen mindestens 10 Megabusse und als wir zu dem Bau schlenderten, kamen uns x Inder entgegen, die wohl noch nie, also wirklich noch nie!!!!! eine Weiße gesehen haben…..und daher wurde fleissig fotografiert….*seufz*.

Das Fort selbst war nicht so super spannend. Das aufregendste war eigentlich eine schneeweiße Schwedin oder Finnen, die mit kurzen Shorts und bauchfrei im Fort herumwanderte. Sie war total speckig…daher Klamottenwahl total unangebracht….mal abgesehen davon, daß bauchfrei und Co so oder so in Indien nicht so angebracht ist… ausser Du bist am Strand. Ihr Gesicht war auch total zugepierct…..naja, ich komme vom Thema ab.

Also das war das Fort.

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Fahrt durch den Monsun

Vorgestern sind wir mit dem Moped in die Hauptstadt Goas
gefahren. Die Stadt heisst Panaji und die Fahrt dorthin war sehr schön. Überall
siehst Du Reisfelder und Palmen. Grün wohin das Auge reicht. Aber meinem
Hintern hat die Tour nicht so gefallen. Nach der knapp 1-stündigen Fahrt zur
Hauptstadt tat mein A**** ziemlich weh. Die Stadt selbst ist ganz nett. Wir
waren am Hafen, in einem Buchladen, bummelten herum und  aßen Mittag.

Es gibt dort auch eine weiße Kirche, die früher wichtige
Anlaufstelle für die Portugiesen war, die nach der langen und gefährlichen
Überfahrt von Europa nach Indien, das starke Bedürfnis hatten als aller erstes
Gott für die sichere Ankunft zu danken.

Später fuhren wir nach Old Goa. Diese ehemalige Hauptstadt
liegt ca. 10 Km von Panaji enfernt. Old Goa musste leider wegen Cholera-und
Malariaepidemien den Status Hauptstadt im 19. Jahrhundert aufgeben. Wir parkten
unser Moped am Gandhi Circle

und gingen zu der großen Basilika und zu der großen Kathedrale….die
größte Asiens.

Also wenn man diese Bauten sieht, denkt man nicht, daß man
in Indien ist.

Bei einer kleinen Rast lernten wir noch diesen süßen Schatz
kennen.

Ein Straßenhund. Super lieb und sehr hungrig. Wir kauften
ihm ein Stück Brot….was besseres gab es leider nicht und fütterten ihn. Am
liebsten hätten wir den Hund mitgenommen…..

Nun sollte die Rückfahrt stattfinden, bevor die Dunkelheit
hereinbricht.  Die indischen Straßen sind
schon gefährlich genug, da muß man nicht noch mehr riskieren.

Als wir losfuhren zogen sich schon Wolken zu schwarzen
Gebilden zusammen und man hörte leises Donnern.

Wir waren gerade mal 5 Minuten unterwegs, als es anfing zu
regnen. Noch nicht doll…

Dann wurde es aber etwas stärker, also meinte mein Partner,
daß es besser sei am Straßenrand zu parken und uns unter einen Baum zu stellen.
2 Inder folgten unserem Beispiel. Achso, als ich vom Moped stieg, trat ich
volle Kanne in einen frischen Kuhfladen….herrlich….

Da standen wir also und wurden etwas naß..und der Regen
wurde immer heftiger….und wir wurden naßer…bis wir merkten, daß dieser Guß
nicht nach paar Minuten aufhören würde. Die beiden Inder neben uns rannten zu
einem einige Meter entfernten Hüttchen, um sich unterzustellen und wir rannten
hinterher. Auf den Straßen bildeten sich Flüsse, das Gewitter wurde immer
stärker und ich habe noch nie soviel Wasser herunterkommen gesehen. Da standen
wir nun komplett durchnässt unter einem Palmendach mit einigen Indern darunter
eine alte Frau, die mich immer zahnlos anlächelte und warteten das es aufhört
zu schütten. Die Blitze und die Donner waren super laut und es regnete so stark,
daß Du teilweise nichts sehen konntest. Das war ein Erlebnis!!!

Nach einer halben Stunde war es vorbei.

Die beiden Inder, die auch als erstes unter dem Baum
standen, fragten ob wir Nessi kennen würden und ob die Geschichte stimmt. Mein
Partner, der mit diesen Fabelgeschichten überhaupt nichts anfangen kann…..ich
bin da schon etwas anders gestrickt….meinte dann zum Inder, daß er nicht wüsste
was dessen Zugang sei. Er fragte ihn, ob er auch glauben würde, daß
Ganesha, der Elefantengott, tatsächlich hier die Straße entlang gegangen
wäre….ein Mensch mit Elefantenkopf….

Der Inder schaute ganz ernst und sagte: Sicher ist Ganesha
hier entlang gegangen…sogar 3 Mal!!

Da sagte mein Partner: Tja, wenn das Dein Zugang ist….jaaa,
Nessi existiert!! Der Inder strahlte, wir sprangen auf unser Moped….Mascha
stieg versehentlich nochmal in den selben Kuhfladen und dann fuhren wir los.

Klatschnaß hatten wir noch 45 Minuten Fahrt vor uns und das
beste daran war….es fing nach einiger Zeit wieder an zu schütten. Uns war es
aber egal. Nasser konnten wir nicht werden. Also fuhren wir durch den Monsun.

Ich habe zwar gefroren und die Regentropfen schlugen mir wie
Hagelkörner ins Gesicht, aber dieses Erlebnis will ich trotzdem nicht missen!!

Als der Schauer wieder aufhörte, fing gerade an die Sonne
unterzugehen. Alles war in Orange getaucht, von der tropischen Vegetation
tropfte überall das Wasser herunter, Kühe mit ihren Kälbern kamen uns entgegen
und der Fahrtwind fing langsam an uns zu trocknen.

Ein traumhaftes Gefühl.

Ich war klatschnaß und meine Finger waren runzelig, als
hätte ich 2 Stunden in der Badewanne gesessen.

Da hieß es nur noch…ab unter die Dusche!!