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Baba Ramdev heilt Schwule

Ich liebe morgens auf dem Balkon zu sitzen, eine Tasse Kaffee zu schlürfen und in der noch morgendlichen Frische von 24 Grad Zeitung zu lesen. Was gab es denn heute interessantes?

1. Homosexualität ist weiterhin eine Straftat in Indien. Der Antrag auf Änderung des Gesetzes wurde vom höchsten Gericht Indiens abgelehnt.

2. Guru Ramdev, bekannter unter dem Namen Baba Ramdev, verkündete, daß er verhindern will, daß in Goa weiterhin Kühe geschlachtet werden. Baba Ramdev ist durch seine spirituellen Lehren bekannt geworden. Aber erst seine Yoga TV Shows machten ihn berühmt. 1000ende Menschen versammeln sich regelmässig, um unter seiner Anleitung Yoga Übungen zu machen. Habe diese Shows schon einige Male im Fernsehen gesehen. Baba Ramdev ist im besten Alter, hat lange schwarze Haare und einen langen schwarzen Bart und trägt immer Orange. Später fing er dann auch außerhalb Indiens an Yoga usw. zu unterrichten. Auch Promis sind seine Schüler. Baba Ramdev, betonte am Anfang, daß ihn Politik nicht interessiere, aber in den letzten Jahren mischte er sich immer mehr in die Politik des Landes ein und versuchte Einfluß auf Politiker zu nehmen (Was in Indien nicht schwer ist. Spirituelle Führer werden in Indien sehr ernst genommen). Nun wil er wie gesagt die Kuhschlachtung in Goa verbieten. Na, viel Glück. Dadurch das in Goa viele Katholiken wohnen, gibt es die „Heilige Kuh“ nicht und daher wird sie auch gegessen. Wie will er den Katholiken das verbieten?

3. Baba Ramdev sagte in einem Interview, als es um seine Meinung über die Homosexualität ging: „Homosexualität ist nicht normal. Sie ist gegen die Natur und gehört nicht in die indische Gesellschaft. Homosexualität ist eine Krankheit. Aber keine Sorge. Ich kann diese Krankheit heilen. Ich brauche dafür 6 Monate. Mit Yoga, Meditation und Atemübungen bekommen wir das wieder hin.“

4. Die Lebenserwartung in Indien ist wieder um 5 Jahre gestiegen. Nun liegt sie bei Männern bei 67 Jahren und bei Frauen bei 69 Jahren.

So sah es vorher aus:

1960       42 Jahre

1980       48 Jahre

1990        58 Jahre

2000        62 Jahre

Jetzt weiß ich warum die Inderin so überrascht war, als mein Mann ihr erzählte, daß seine Mutter 65 Jahre alt ist und immer noch lebt.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Mittwoch.

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Fotos Teil 2


Hauptverbrennungsstelle (Burning Ghat)


Gasse in Varanasi


Meine Ziege Flöckchen…erinnert Ihr Euch?…..Ich wollte sie wiedersehen….aber sie war nicht mehr da 😦


Kuh und Hund ernähren sich von Abfällen….so etwas sieht man sehr oft.


Heilige Kühe sind an jeder Ecke zu finden

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Wieder in Varanasi

Endlich war es soweit….vor knapp 6 Monaten war ich schonmal in dieser spirituellen Stadt und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht sie wieder besuchen zu können.
Der Flug von Delhi war Dank des gutgestellten Blutzuckerspiegels ein Klacks. Es dauerte ca. eine Stunde und ich war voller Vorfreude. Das einzige was etwas störte war die Rotzparade der Inder im Flugzeug…..Die Inder benutzen in der Regel keine Taschentücher, sondern sie ziehen lautstark den Rotz soweit hoch, daß das Gehirn schon Sichtkontakt haben müsste….also…wenn….ähm… das Gehirn Augen hätte…..
Auch die Inderinnen sind stark vertreten in dieser Rotzvorführung…..im Flugzeug waren alle Sitze um mich herum von diesen Rotzern belegt…..wollte schon ein Taschentuch-Schußgewehr basteln, damit ich ihn Tempos an den Kopf schießen kann.
In Varanasi ging es dann ins Taxi. Eine Stunde Fahrt zu unserem Lieblingsguesthouse.
Ich genoß das Straßentreiben, überall waren Lichter angebracht (er war schon dunkel), religiöse Musik kam aus allen Ecken. Rikschas, Tuktuks, Kühe, Hunde, Schweine, Bettler, Händler usw…..es war alles zu finden. Touristen gab es natürlich auch. Ganze Rikschakolonnen zogen an unserem Auto vorbei. Anscheind Reisegruppen. In jeder Rikscha saßen zwei Personen und waren wie wild am fotografieren….also naja, eigentlich fotografierten meistens nur die Männer im Hawaiihemd. Die Frauen saßen daneben und klammerte sich an der Rikscha fest und schauten mit großen Augen in die Gegend. Auch große asiatische Gruppen in Rikschas waren zu sehen.
Als wir austiegen und mussten wir mit unserem Gepäck noch ein ganzes Stück zu Fuß gehen. Das wichtigste war nun sich nicht in diesem Gewimmel zu verlieren und nicht niedergerannt (Menschen), umgefahren (alles was fährt), oder gerammt zu werden (machen Wasserbüffel sehr gerne). Aber das war für uns Indienkenner kein Problem. Ich hatte meinen großen Reiserucksack auf dem Rücken, schob mich an Kühen und Menschen vorbei, sprang weg, wenn ein Tuktuk mich umfahren wollte….und fühlte mich wie eine Abenteuerin. Als wir dann durch die Gassen Richtung Ganges gingen, vorbei an Tempeln, kleinen Geschäften und Sadhus (indische Mönche) fühlte ich mich einfach wohl und war sehr glücklich dort zu sein.
Varanasi hatte mich wieder.