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Raindrops keep falling on the iphone

Heute Mittag saß ich mit meinem Schatz in einem Restaurant….naja besser gesagt draußen im Garten des Restaurants, da drinnen kein Tisch mehr frei war.

Es sah nach Regen aus, aber wir wollten trotzdem bleiben.

Nach kurzer Zeit fing es leicht an zu nieseln.

Ich: „Es regnet.“

Er: „Kann nicht sein.“

Ich: „Es regnet!“

Er: „Aber im Wetterbericht steht etwas anderes.“

Ich wischte über die nasse Menükarte und schaute mich nach einem Schirm um den wir aufstellen könnten.

Mein Schatz drückte auf seinem iphone herum und meinte dann nach einer Weile.

„Nein, es kann nicht regnen. Hier steht Sonne!!“

Tja, wenn das Internet das sagt, dann wird es wohl so sein….dachte ich mir…. und schaute hoch zu den schwarzen Wolken und ließ die Regentropfen auf mein Gesicht fallen.

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Mascha zaubert in der Küche

Gestern war Groß- Einkauf angesagt. Ich habe mir Gedanken gemacht was ich die nächsten Tage kochen werde….habe die Zutaten dafür aufgeschrieben und dadurch eine Einkaufsliste kreiert.

Die Einkaufsliste habe ich aber systematisch aufgebaut. Ein Block waren die frische Sachen, ein Block waren Konserven, ein Block Milchprodukte….

Gestern abend bin ich dann in den Supermarkt gesprungen. Es war voll und ich hatte genau eine Stunde alles einzukaufen, da ich danach zu einem wichtigen Termin musste.

Aber dank meiner Liste war ich ziemlich effektiv. Blockweise wurde der Zettel abgearbeitet.

Heute bekommen wir Besuch und daher wird heute mittag schon gezaubert. Als Vorspeise gibt es Rucola-Bohnensalat, als Hauptspeise Hühnchenpfanne mit Mangold (habe noch nie mit Mangold gekocht!!!! Daumen drücken) und als Nachspeise gibt es Mandarinenquark mit Schokoraspeln.

Damit man dann später auch etwas zum Kaffee hat, hat Mascha noch Rumkugeln kreiert.

Ich hoffe es gelingt alles und schmeckt 🙂

Nachher treffe ich dann eine Dame, die einen Mops hat (WIE SÜÜÜÜß). Evtl. werde ich der neue Dogsitter von dem Kleinen. Ich hoffe es klappt. Ich liebe Möpse….ansich liebe ich Hunde, aber zurzeit können wir keinen eigenen haben. Daher wäre es schön zumindestens zwischendurch einen fremden Hund zu hüten.

Ich hoffe es ist ein süßer Mops….denn um ehrlich zu sein….es gibt auch ziemlich hässliche Exemplare (Marke: Glubschauge, Röchelnase, Überbiß).

Ansonsten ist das Wetter hier in Wien nicht gerade prickelnd. 6 Grad und Regen.

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Fahrt durch den Monsun

Vorgestern sind wir mit dem Moped in die Hauptstadt Goas
gefahren. Die Stadt heisst Panaji und die Fahrt dorthin war sehr schön. Überall
siehst Du Reisfelder und Palmen. Grün wohin das Auge reicht. Aber meinem
Hintern hat die Tour nicht so gefallen. Nach der knapp 1-stündigen Fahrt zur
Hauptstadt tat mein A**** ziemlich weh. Die Stadt selbst ist ganz nett. Wir
waren am Hafen, in einem Buchladen, bummelten herum und  aßen Mittag.

Es gibt dort auch eine weiße Kirche, die früher wichtige
Anlaufstelle für die Portugiesen war, die nach der langen und gefährlichen
Überfahrt von Europa nach Indien, das starke Bedürfnis hatten als aller erstes
Gott für die sichere Ankunft zu danken.

Später fuhren wir nach Old Goa. Diese ehemalige Hauptstadt
liegt ca. 10 Km von Panaji enfernt. Old Goa musste leider wegen Cholera-und
Malariaepidemien den Status Hauptstadt im 19. Jahrhundert aufgeben. Wir parkten
unser Moped am Gandhi Circle

und gingen zu der großen Basilika und zu der großen Kathedrale….die
größte Asiens.

Also wenn man diese Bauten sieht, denkt man nicht, daß man
in Indien ist.

Bei einer kleinen Rast lernten wir noch diesen süßen Schatz
kennen.

Ein Straßenhund. Super lieb und sehr hungrig. Wir kauften
ihm ein Stück Brot….was besseres gab es leider nicht und fütterten ihn. Am
liebsten hätten wir den Hund mitgenommen…..

Nun sollte die Rückfahrt stattfinden, bevor die Dunkelheit
hereinbricht.  Die indischen Straßen sind
schon gefährlich genug, da muß man nicht noch mehr riskieren.

Als wir losfuhren zogen sich schon Wolken zu schwarzen
Gebilden zusammen und man hörte leises Donnern.

Wir waren gerade mal 5 Minuten unterwegs, als es anfing zu
regnen. Noch nicht doll…

Dann wurde es aber etwas stärker, also meinte mein Partner,
daß es besser sei am Straßenrand zu parken und uns unter einen Baum zu stellen.
2 Inder folgten unserem Beispiel. Achso, als ich vom Moped stieg, trat ich
volle Kanne in einen frischen Kuhfladen….herrlich….

Da standen wir also und wurden etwas naß..und der Regen
wurde immer heftiger….und wir wurden naßer…bis wir merkten, daß dieser Guß
nicht nach paar Minuten aufhören würde. Die beiden Inder neben uns rannten zu
einem einige Meter entfernten Hüttchen, um sich unterzustellen und wir rannten
hinterher. Auf den Straßen bildeten sich Flüsse, das Gewitter wurde immer
stärker und ich habe noch nie soviel Wasser herunterkommen gesehen. Da standen
wir nun komplett durchnässt unter einem Palmendach mit einigen Indern darunter
eine alte Frau, die mich immer zahnlos anlächelte und warteten das es aufhört
zu schütten. Die Blitze und die Donner waren super laut und es regnete so stark,
daß Du teilweise nichts sehen konntest. Das war ein Erlebnis!!!

Nach einer halben Stunde war es vorbei.

Die beiden Inder, die auch als erstes unter dem Baum
standen, fragten ob wir Nessi kennen würden und ob die Geschichte stimmt. Mein
Partner, der mit diesen Fabelgeschichten überhaupt nichts anfangen kann…..ich
bin da schon etwas anders gestrickt….meinte dann zum Inder, daß er nicht wüsste
was dessen Zugang sei. Er fragte ihn, ob er auch glauben würde, daß
Ganesha, der Elefantengott, tatsächlich hier die Straße entlang gegangen
wäre….ein Mensch mit Elefantenkopf….

Der Inder schaute ganz ernst und sagte: Sicher ist Ganesha
hier entlang gegangen…sogar 3 Mal!!

Da sagte mein Partner: Tja, wenn das Dein Zugang ist….jaaa,
Nessi existiert!! Der Inder strahlte, wir sprangen auf unser Moped….Mascha
stieg versehentlich nochmal in den selben Kuhfladen und dann fuhren wir los.

Klatschnaß hatten wir noch 45 Minuten Fahrt vor uns und das
beste daran war….es fing nach einiger Zeit wieder an zu schütten. Uns war es
aber egal. Nasser konnten wir nicht werden. Also fuhren wir durch den Monsun.

Ich habe zwar gefroren und die Regentropfen schlugen mir wie
Hagelkörner ins Gesicht, aber dieses Erlebnis will ich trotzdem nicht missen!!

Als der Schauer wieder aufhörte, fing gerade an die Sonne
unterzugehen. Alles war in Orange getaucht, von der tropischen Vegetation
tropfte überall das Wasser herunter, Kühe mit ihren Kälbern kamen uns entgegen
und der Fahrtwind fing langsam an uns zu trocknen.

Ein traumhaftes Gefühl.

Ich war klatschnaß und meine Finger waren runzelig, als
hätte ich 2 Stunden in der Badewanne gesessen.

Da hieß es nur noch…ab unter die Dusche!!

2

Hagelangrifff beim Heurigen

Als wir mit Venkat beim Heurigen saßen, war die Stimmung einfach sehr gut. Das Wetter war schön, überall hingen Weinblätter, die Bedienung trug Dirndl und das Essen war einfach nur himmlisch. Bauernbrot, Schmalz, Krautsalat…..jaaaa, Maschas Ess-Himmel 😉

Als ich so am Kauen war, merkte ich, daß mich zwei Typen ständig anschauten und lächelten. Die fanden mich gut!!! Jaaaa, trotz Sauerkraut am Kinn….so soll es sein….ich bemerkte schon ne ganze Zeit, daß die beiden schauten und fühlte mich natürlich gebauchpinselt….nun wollte ich auch, daß mein Partner sieht, daß da andere männliche Geschöpfe sind…..es immer gut  zwischendurch zu zeigen….jaaaa, ich bin immer noch auf dem Markt begehrt….ich habe zwar kein Interesse an anderen Männern, aber wenn ich wollte, dann könnte ich…versteht Ihr? 😉

Aber man muß das natürlich unauffällig machen. Ich also: Du, Schatz, GUCK JETZT NICHT HIN!!!, aber links oben unter der Laube sitzen zwei Typen und die glotzen ständig…das nervt voll!!! 😉 jaaaaaaaaa, klaaaaar 😉

Und was macht mein Freund??!! Er reißt den Kopf und sagt ganz laut: WO?? WO SITZEN DIE???? ACH DIE DA……dann zeigt er auch noch mit dem Finger auf die!!!!

AAAAAAAHHHHH, Erdboden tu Dich auf!!!!!!

Ich so: PSSSSST, Schnauze!!!!!

Er so: Was denn…die gucken halt….na und….siehst ja auch gut aus.

Und dann drehte er sich wieder zu Venkat um.

Ich knabberte an meiner Brezel und mochte gar nicht mehr hochschauen. Und dann zog sich plötzlich der Himmel zu. Es fing an zu regnen. Alle Leute rein. Und dann fing es an zu hageln!!!! Aber wie!!!!! Weltuntergang!!!! Wir trauten unseren Augen nicht und das Wasser war soviel, daß es anfing in das Gebäude hineinzulaufen. Das Personal musste anfangen mit Fischmobs gegenan zu kämpfen. Was für ein Abenteuer.

Venkat fragte dann, ob das hier normal wäre….wir so: Nee, nicht wirklich….diese Show ist nur für Dich!!

Naja, ich war ganz dankbar….saßen doch jetzt die Glotztypen ganz weit weg…aus dem Blickfeld….somit konnte ich mich meinem Nachtisch widmen ohne rot zu werden….

4

Warum bin ich Kindermädchen?!

Diese Frage habe ich mir heute oft gestellt.

Antwort: Weil ich die Kleinen doch irgendwie süß finde und man glaubt gar nicht was man mit Kindern so erleben kann.

Langweilig wird es sicher nicht.

Aber heute war ein Horrortag. Es ging alles schief, was nur schief gehen konnte.

Kurze Aufzählung, damit ihr einen Überblick bekommt:

Schlecht geschlafen

Zu kurz geschlafen

Hund hat in die Wohnung gepinkelt

Hand an der Teekanne verbrannt

mit dem Fahrrad zur Arbeit….es plötzlich gegossen aus Eimern

Mascha kommt durchnässt an

Kinder machen einen Playdoh Tag….mehr Knete auf dem Boden, auf den Klamotten und auf dem Teppich als auf dem Tisch

Kinder haben herausgefunden, daß Fingerfarbe nicht nur lustig für das Gesicht ist

meinen Hund dann dazu geholt (mein Freund hat ihn mir vorbeigebracht), dachte die Kinder freuen sich

Hund benimmt sich sonst immer….heute frisst er Spielzeug

dann kommt Vater nach Hause und ist sauer…wegen dem Hund…warum? Hundehaarallergie…

bin dann auf das Fahrrad gestiegen, Boss (der Hund) rennt neben mir….es regnet nicht. Ich denke….toll.

Doch dann fängt es an zu schütten. Wirklicher Wolkenbruch.

Laune schon im Keller. Bin durchnässt.

Dann sieht Boss Katze. Boss meint Katze zum Jagen da. Das tut er dann auch.

Leine war am Fahrrad.

Mascha kippt um.

Mascha ist soweit ok. Nur noch naßer, schmutziger und geladener.

Nun wird geschoben. Fahrrad rechts. Boss links….Boss will links gehen. Habe Boss jetzt immer vor dem Rad.

Ziehe Boss zurück. Boss wickelt die Leine um meine Beine.

Es schüttet immer noch.

Ampel an der Kreuzung ist rot…… eine Ewigkeit.

Ich stehe im Regen.

Rufe Freund an: Wo bist Du? Kannst Du mich abholen. Er: Nein, bin zu weit weg. Es regnet. Ich: Ich weiß….bin mittendrin.

Bin dann durchnässt, müde, sauer und verspannt zu Hause angekommen.

Und Boss fraß meinen Schlüsselanhänger.

Feierabend, ich komme….

8

Mein Vanillezucker ist alle…..Zeit nach Hause zu fliegen.

Gestern habe ich bemerkt, daß es Zeit wird nach Hause zu fliegen. Mein Vanillezucker ist alle und das heißt kein Kuchenbacken mehr. Australien…ich sag tschöööö!!!!

Aber fangen wir von vorne an: Gestern habe ich den ganzen Tag vor meinen Studienunterlagen gesessen und mich nicht zum ersten Mal gefragt was der ganze Sch**** soll.

Zudem ging mir meine Mitbewohnerin ziemlich auf den Keks. Ich meine, wer mit Anfang 40 in voller Lautstärke „Who lets the dogs out..uuu, uuu, uuu“ aufdreht und mitbrüllt, tickt ja wohl nicht mehr ganz sauber. Aber naja, da musste ich durch. Ist ja auch ihr Haus. Ich also in mein Zimmer und Tür zugemacht. Normalerweise wäre ich in ein Café gegangen mit all meinen Unterlagen und hätte dort stundenlang gelernt, aber draussen fing es an zu schütten.

Es war ein wirklicher Wolkenbruch und ich muß leider gestehen, daß ich etwas schadenfroh war, da ich wusste, daß unsere Mitbewohnerin an diesem Abend 4 Stunden walken musste für einen gute Zweck….irgendeine Krebsorganisation….sie wurde als Walker gesponsert….

Also ich muß sagen, daß die Leute, die dafür gespendet haben,  bestimmt nichts dagegen gehabt hätten, wenn sie bei diesem Unwetter zu Hause geblieben wäre. Ich meine….es ist ja für einen guten Zweck. Welcher Spender will denn, daß sie bei sinnflutartigen Regengüssen und Sturmböen 4 Stunden am Strand langspaziert…..Evil Spender: Jaaaaa, sie soll leiden….dafür habe ich gespendet….leide, leide!!!!!

Sie meinte aber, sie müsste laufen…ganz egal was ist…und nachdem sie sich auch noch das Bügelbrett auf den Fuß haute, humpelte sie davon.

Naja, mir war es nur recht.

Habe dann mit meinem Freund schön gegessen und danach schauten wir Two and Half Men Folgen. Sehr komisch:)

Und dann meinte ich, daß ich noch einen Kuchen backen möchte. Ich mag einfach gerne morgens ein Stück Marmorkuchen essen und dazu eine Tasse Kaffee trinken.

Gehe also an den Vorratsschrank und da sehe ich, daß jemand an meinen Vanillezuckertüten dran war!!!! Es war nur noch EINE übrig.

Konnte es nicht fassen…..dazu muß ich sagen: Australien ist nicht gerade für seine Backkunst berühmt. Es ist wie im Ami-Land. Überall Muffins, Brownies und Fertigmischungen. Die Leute hier sind nicht in der Lage anständig zu kochen und/oder zu backen. Und daher bekomme ich hier nur schwer die Zutaten, die ich zum Backen brauche. Mein Vanillezucker war also sehr wertvoll, da es hier keine Alternative gibt. Und ohne schmeckt es einfach nicht so gut.

Nun sehe ich, daß nur noch ein Tütchen da war. Ich nehme es in die Hand wie den heiligen Gral und rieche daran und denke: Europa, es wird Zeit, daß ich nach Hause komme.

Aber es war auch meine Schuld. Meine Mitbewohnerin wollte letzte Woche einen Kuchen backen für ihre Arbeitskollegen und hatte keinen Clue wie das zu bewerkstelligen ist. Sie kannte sich nur mit den Fertigprodukten aus. Sie meinte, daß mein Marmorkuchen lecker sei und sie möchte den auch machen. Ich meinte dann zu ihr, daß ich ihr mein Rezept geben werde und das sie auch eine Tüte Vanillezucker nehmen soll…das sei das Geheimnis….

…als ich dann abends nach Hause kam, war der Kuchen schon im Ofen. Ich fragte sie, ob sie sich ein Rezept aus dem Internet genommen hat. Sie so: Nö, habe einfach irgendwie Mehl usw. zusammengeklatscht. Wird schon passen. Naja, wusste schon, daß das nicht gut gehen kann.

Als der Kuchen rauskam dachte ich schon: Mist, dafür ist eine Vanillezuckertüte gestorben. Wir probierten den Kuchen und es war ein Desaster. Sie war ganz traurig und das tat mir so leid, daß ich ihr anbot nochmal mit ihr zusammen einen zu backen….und dahin ging ein zweites Tütchen. Dieser Kuchen wurde dann natürlich ein Erfolg.

Sie muß dann  irgendwann heimlich noch mehr Kuchen gebacken haben….mit Vanillezucker…denn wie gesagt, es war nur noch ein Tütchen da.

Naja, ich habe also gestern abend meinen letzten Kuchen in Australien gebacken und abends um 23.30Uhr auch noch ein Stück verdrückt.

Weggestreut…..