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Gummikuchen unter Palmen

Moin Moin!!

Das Kuchenprobebacken war kurz und knapp gesagt nicht soooo toll.

Aber von vorne.

Wir kamen hochmotiviert bei unserer Freundin an. In meiner Tasche hatte ich alle Zutaten und eine Portion feste Überzeugung, daß der Kuchen ein Erfolg wird. Mein Partner hatte es sich mit anderen im Garten gemütlich gemacht und ich ging in die Küche, um direkt anzufangen.

Nachdem ich mich in der fremden Küche etwas orientiert hatte, fing ich an unter Beobachtung den Teig anzurühren. Ja, genau….unter Beobachtung. Eine ca. 6 Monate alte Tigerkatze lag auf der Mikrowelle und schaute mir zu. Als ich gerade schön am Rühren war, kam die Tochter des Hauses zu mir und fragte, ob ich ein Katzenbaby möchte. Klein Maschenka schrie innerlich sofort:“ JAAAAAAAAAAA!!!!!“ BABY KAAAAAATZE!!!“ Aber dann stellte sich meine gedankliche Zentrale ein und erklärte sachlich, daß ich Anfang März nicht mehr hier bin und daß dann das Kätzchen ohne Zuhause wäre. Aber gucken darf man ja….also folgte ich der Kleinen und stand 30 Sekunden später vor einem Körbchen. Die Katzenmama lag schläfrig auf der Decke und 4 drei Wochen alte Kätzchen waren am trinken. Wie süß!!!! Aber dann erinnerte ich mich wieder an die Kuchenmission und ging zurück zur Küche.

Als ich gerade dabei war den Teig in die Form zu kippen, bemerkte ich, daß die Tigerkatze Gesellschaft von der Mamakatze bekommen hatte…und daß die Tigerkatze anfing Milch aus der Zitze der Mama zu saugen. Ich war total perplex und hin und her gerissen. Kuchenform füllen, oder alles stehen und liegen lassen und die Tigerkatze wegziehen, damit sie nicht die ganze Milch für die Babys wegtrinkt.

Der Kuchen siegte.

Nachdem ich den Kuchen in den Ofen gestellt hatte, stellte ich fest, daß ich versehentlich Salzbutter verwendet hatte…..Mist!!!

Abends saßen wir dann alle am Strand, es war Sonnenuntergang. Hier wollten wir den Marmorkuchen unter Palmen genießen.

Tja, der Geschmack war ok…(Mehl, Kakao usw….es ist hier halt alles eher minderwertige Qualität) und der Teig war wie Gummi.

Danke Luftfeuchtigkeit….Du bist gut für meine Haut, aber ein Kuchenkiller.

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Ein Wasserbüffelbaby ist zum Kuscheln da

Gestern abend bin ich nochmal vor Sonnenuntergang ins Meer gesprungen. Es war herrlich in den Wellen zu schwimmen und die Meeresluft einzuatmen. Ich spazierte nach meinem Bad wieder langsam zurück nach Hause. Vorbei an kleinen Geschäften, Häusern und Höfen. Man sah Schweine, Hühner, Hunde und Kühe an jeder Ecke. Ich ging etwas desinteressiert daran vorbei, da diese Tiere im indischen Alltag nichts neues mehr sind. Doch dann sehe ich einen Unterstand und vor diesem ist eine Wasserbüffelbaby an einen Baum gebunden. Es war sooo süß!! Ich wollte es unbedingt streicheln und schlich langsam heran. Ich schaute mich um, um zu sehen, ob irgendwo große Wasserbüffel standen. Mit diesen ist nämlich nicht zu spaßen. Die sind ziemlich groß und sehen es normalerweise nicht gerne, wenn man ihren Nachwuchs angrabbelt. Also von einem Wasserbüffel möchte ich nicht gerammt werden.
Ich sah aber, daß die 4 großen Tiere an dem Unterstand festgebunden waren. Etwas entfernt von dem Kleinen. Kein Gefahr.
Nun stand ich vor dem Baby und es schaute mich mit großen Kulleraugen an. Das Fell war ganz schwarz und borstig und die Ohren riesig. Ich hockte mich hin und fing an das kleine Köpfchen zu streicheln. Das Baby schloß die Augen und genoß es.
Da sehe im linken Augenwinkel, daß mich ein riesiger Büffel mit den Augen fixiert. Das war bestimmt die Mutter. Ich hatte kurz Angst, aber dann dachte ich, daß sie mir ja eh nichts antun kann. Sie ist mit einem Seil befestigt. Wobei…naja, so ein Büffel wiegt zwischen 500 und 1000 Kilo….also, ob da so ein Seil geholfen hätte….bin nicht sicher.
Die Mutter muß aber gespürt haben, daß ich dem Kleinen nichts antue und fing nach einer Weile wieder an zu grasen. Das Baby nuckelte auch an meinem Finger…Zähnchen hatte es auch schon. Später lege ich meinen Kopf auf den Büffelbabykopf und genoß die Nähe zu diesem süßen Wesen.
Dann war es Zeit Abschied zu nehmen.
Auf dem ganzen Heimweg war ich am Strahlen. 6 Monate hatte ich es nicht geschafft ein Wasserbüffelbaby zu streicheln, da jedesmal die großen Mütter direkt daneben standen….ohne Seil und daher gefährlich….schön, daß es jetzt doch noch geklappt hat.
Hier ein Foto aus dem Internet. Es ist nicht mein Bild, aber ich wollte, daß Ihr seht wie so ein Wasserbüffel mit Baby aussieht.