10

Schlimmer Unfall…..

Hallo Ihr Lieben,

wie Ihr wisst befasse ich mich gerade mit dem Thema „101 Ziele im Leben“, da das Leben so schnell vorbei sein kann und das ohne gelebt zu haben. Nun wurde es mir wieder brutal gezeigt, wie schnell alles vorbei sein kann.
Mein Schwiegervater hat sich am Sonntag schwer verletzt. Seine Geschichte war sogar auf einigen Titelblättern.
Am Montag rief er uns aus dem Krankenhaus an und erzählte was passiert war.
Er ist am Sonntag an einem menschenleeren Waldsee gewesen (kenne diesen Platz), um dort zu baden. Er geht regelmäßig dort schwimmen, weil er die Ruhe liebt.
Nach dem Schwimmen legte er sich auf eine Holzpalette, die auf einem Betonklotz (im See) lag. Dann plötzlich brach das morsche Holz zusammen und mein Schwiegervater fiel 6 Meter tief in einen engen, dunklen Schacht. Bei dem Fall zog er sich einen Splitterbruch am Oberschenkel zu und einen Wirbel brach er sich auch.
Da lag er nun….es war dunkel, eiskalt und der Schachtboden war dick mit Dreck bedeckt. Wenn er nach oben schaute, sah er nur ein kleines Stück Himmel, sonst nichts.
Nicht nur, daß er starke Schmerzen hatte, nein….er wusste auch, daß er sich alleine nicht befreien konnte. Und das einem Ort, wo normalerweise kein Mensch anzutreffen ist. Auch wusste niemand, daß er dort war. Wir alle hätten uns nicht gewundert, wenn er sich 2-3 Tage nicht gemeldet hätte, da das öfter vorkam.
Aber natürlich rief er doch laut nach Hilfe……..Und das eine Stunde lang…..
Und dann plötzlich hörte er eine Stimme. Ein Mann rief:“Wo sind sie denn?“
Ein Paar, daß eigentlich zu dieser Zeit in Kärnten gewesen wäre und es sich spontan anders überlegt hatten, sind am See spazieren gegangen. Und auch das nur durch Zufall. Sie hatten nämlich eine Abzweigung verpasst, verirrten sich dadurch etwas und waren nur deswegen in der Nähe des Sees.
Dann hörten sie die Hilferufe und suchten meinen Schwiegervater. Als sie ihn fanden, riefen sie sofort die Rettung, die ihn dann befreite.
Mein Schwiegervater wurde ins KH geflogen und stundenlang operiert.
Zum Glück lebt er noch. Er hätte dort wirklich sterben können. Er hat einen Schutzengel gehabt. Wahrhaftig.
Und wieder wurde gezeigt, wie schnell und unvorbereitet der Tod kommen kann.
Wieder eine Bestätigung, daß man sein Leben jeden Tag in vollen Zügen genießen sollte.
Passt auf Euch auf.

Eure Quasseltasche

8

Treppe des Schreckens

Heute 3-jähriges Mädchen gehütet.

Kamen vom Spielplatz.

Ich trug die Tasche, den Sandkistenbuddelbeutel und das Fahrrad der kleinen Maus.

Fahrstuhl.

Ich drückte die falsche Etage.

Vor der Wohnungstür wurde der Fehler bemerkt.

Ich wollte nicht wieder zum Lift, sondern einfach mit Sack und Pack schnell eine Etage runtergehen.

Machte ich auch.

Und dann rutschte ich aus.

Ich fiel auf den Hintern, Kinderfahrrad (zum Glück nicht sehr groß) fiel auf mich drauf, die Taschen purzelten die Treppe hinunter und ich rutschte eine Stufe nach der anderen in einem Affentempo Richtung 1. Stock.

Nach der ca. 6. Stufe schaffte ich es anzuhalten…..puh nichts passiert.

Blick zum Mädchen. Sie stand total verschreckt auf der obersten Stufe und schaute auf mich runter. Dann fing sie an zu weinen.

Ich rappelte mich auf und ging zu ihr, um sie zu trösten. (Und wer tröstete mich?)
Sie beruhigte sich.
Ich nahm sie auf den Arm, grabschte mir noch die anderen Sachen und ging LANGSAM und VORSICHTIG die Treppe hinunter.

Die Kleine wollte wohl nicht mehr auf diese „Treppe des Schreckens“ und wollte anscheind sagen, daß sie dort nicht mehr drauf will.

Stattdessen schaute sie mich mit ihrem Puppengesicht ganz ernst an und sagte: „Mascha, ich will nicht draufgehen!“

Nein, Kleine…das will ich auch nicht…glaub‘s mir.