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Leicht und Luftig am Montag

Da heute Montag ist und daher wahrscheinlich viele von Euch keine Lust, und/oder keine Zeit haben Blogs zu lesen, komme ich jetzt nur mit etwas Schonkost:

– es wird hier immer heißer. Jeden Tag 36 Grad und abends geht es nur auf 26 Grad runter. Gestern musste ich zum ersten Mal nach 2 Monaten die AC anschalten.

– gestern kam Jurrasic Park 3 im Fernsehen. Habe mich riesig gefreut, da ich absoluter Jurassic Park Fan bin. Als ich dann noch im Internet las, daß 2015 der vierte Jurassic Park Film herauskommt, war ich begeistert!!!!!……ähm, danach fragte ich mich kurz:“Wie alt bist Du nochmal?“ ;)……..Antwort: „Noch nicht zu alt für Jurassic Park!!!!“ 😉

– unsere Nachbarn haben einen Wasserbüffel in ihrem Garten. Jeden Morgen gehe ich auf die Terasse, schaue zum Büffel hinunter und wünsche einen schönen Tag. Der Wasserbüffel schaut jedesmal zu mir hoch und schnauft :)……..Das heißt:“ Mascha, ich wünsche Dir auch einen schönen Tag“.

– habe heute Ameisen gerettet. Als ich meine frischgezapften Wasserflaschen abholen wollte, sah ich, daß in einer Flasche ca. 5 Ameisen schwammen. Also besser gesagt, trieben 3 Ameisen auf dem Wasser und 2 saßen auf ihnen. Nach einer Weile schien es, als wenn sie sich abwechseln. Die oberen Ameisen gingen ins Wasser und die unteren kletterten auf die anderen. Das sah voll nach Teamwork aus. Hätte ich jetzt die Flasche genommen und ins Haus getragen, wäre Sinflut gewesen und die Ameisen wären gestorben. Das brachte ich nicht übers Herz. Also rannte ich wieder hoch zum Haus und holte einen Strohhalm. Wieder bei den Wasserflaschen, drehte ich den Verschluß auf und hielt den Strohhalm rein. Die kleinen Dinger krabbelten sofort auf den Rettungsanker. Ich zog den Halm vorsichtig raus und setze die kleinen Krabbler aufs Gras. Wow…..5 Leben gerettet…..gut für mein Karmakonto 😉

Mach mir jetzt ein Käffchen. Hier ist es schon 15 Uhr und ich werde müde. Blöde Hitze. *Mascha holt sich Koffein*

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Ausflug in die Berge

Wir mieteten uns ein Motorrad und fuhren rauf auf fast 1700 Meter. Die gewundene Bergstraße war ein Traum, die Aussicht wundervoll und die Luft wurde mit jedem Meter sauberer.

Und als ich so auf dem Motorrad (mein Freund fuhr) dahinflog, war ich wirklich dankbar, daß ich das alles sehen darf.

Auf dem Weg trafen wir immer wieder auf Nomaden mit ihren Wasserbüffeln. Teilweise riesige Herden (so 20-30 Stück) die an der Straße ruhten und grasten.

(Hier ruhen all die Wasserbüffelbabys 🙂 )

(Kinder eines Nomadenvolkes)

(Die Wasserbüffeleltern nehmen ein Bad)

Als wir durch einen kleinen Ort kamen, kam uns ein Inder entgegen. Mein Freund rief „Grias di!“

Und der Inder strahlte zurück und rief:“Grias di!“ 😀

Mittags machten wir an einem Straßenrestaurant Pause.

(Das war die Aussicht….das ist auch der Ganges….noch ganz klein und sauber.)

(Ein süßes Milchgetränk. Sehr beliebt in Indien)

(Ein klassisches Thali: Brot, Linsen und Gemüse)

Abends fanden wir ein tolles kleines Hotel mit einem wahnsinnigen Ausblick auf die Berge. Das Zimmer plus komplettes Abendessen und Frühstück dort kostete 18 Euro. Wahnsinn, oder?!

Nur verplant waren die Kollegen. Wir hatten keine Handtücher im Zimmer, also baten wir um welche. Der Inder verstand und brachte EIN Handtuch. Wir schauten ihn an und meinten: „We are two persons. And that’s one towel.“

Er schaute uns immer noch verplant an.

Wir zeigten auf uns: „Two.“ Dann zeigten wir auf das Handtuch: „One“.

Dann begriff er und brachte ein zweites 😉

Abends spazierten wir noch durch den Ort. Mein Freund ließ sich noch eine Ewigkeit eine Kopf-und Rückenmassage geben. Kosten 80 Cent 🙂

Dann kauften wir einen Apfel, der hatte aber keinen Geschmack, also gab mein Freund dieses Stück Obst einem Wasserbüffel, der gerade an uns vorbeizog 🙂

Das war morgens unsere Aussicht aus dem Fenster. Und überall nur Vogelzwitschern.

Und frische, kühle Luft. Keine blöde Klimaanlage.

Auf dem Rückweg Richtung Rishikesh trafen wir noch eine Schweinefamilie und ganz viele Affen.

Wisst Ihr, wenn Indien überall super Klos hätte und gute österreichische Wirtshäuser, dann wäre das Land super!!!! 😉

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Soja-Reismilch ist bäh!!

Ich bin ja zurzeit voll auf der Biowelle. Ich backe Brot, kaufe Bioprodukte, lege nur Eier von gaaaaanz glücklichen Hühnern in meinen Einkaufswagen, trinke Biotee usw. (Außer morgens….da brauche ich meinen Kaffee…und der ist nicht Bio….Bio war mir ehrlich gesagt zu teuer….ich gebe doch keine 9 Euro für 500 Gramm Kaffee aus!!!)

Ich werde auch magisch von Reformhäusern angezogen. Immer wenn ich an einem vorbeikomme, muß ich nur mal kurz gucken (der Lieblingssatz der Frauen, der die Männer in den Wahnsinn treibt;))

Letztes war ich also mal wieder am Stöbern, als ich Soja-Reismilch entdeckte. Sie war im Angebot und ich habe schon oft gelesen, daß die ja sooooooo gesund sei und soooo lecker und soooo schonend für die kleinen Kuheuter. Also dachte ich was soll‘s und griff mir eine Packung.

Tja, zu Hause stellte ich diese Milch erstmal weg, da wir noch eine „normale“ Milch in Arbeit hatten.

Doch irgendwann war es soweit. Ich morgens zum Kühlschrank. Will Milch für Kaffee holen. Kuhmilch alle. Mascha greift also zur Soja-Reismilch.

Aber vorsichtig…erstmal probieren….ich nahm also eine Tasse, schüttet etwas von der süßlich riechenden Milch hinein und nahm einen Schluck….bäh….schmeckt wie flüssiger Milchreis.

Dann noch ein Schluck…. kann ja sein, daß es beim zweiten Mal besser schmeckt….nein, nicht wirklich.

Da ich aber Kaffee ohne Milch nicht ertrage, habe ich trotzdem diese beiden Getränke vermischt. Und siehe da….im Kaffee merkt man es gar nicht so stark…

….tja, später Kuhmilch gekauft, Kuhmilch konsumiert, Soja-Reismilch nicht mehr angeschaut.

Sie steht immer noch in der Kühlschranktür.

Auf nach Indien….dort trinke ich dann wieder Milch vom Wasserbüffel.

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Ein Wasserbüffelbaby ist zum Kuscheln da

Gestern abend bin ich nochmal vor Sonnenuntergang ins Meer gesprungen. Es war herrlich in den Wellen zu schwimmen und die Meeresluft einzuatmen. Ich spazierte nach meinem Bad wieder langsam zurück nach Hause. Vorbei an kleinen Geschäften, Häusern und Höfen. Man sah Schweine, Hühner, Hunde und Kühe an jeder Ecke. Ich ging etwas desinteressiert daran vorbei, da diese Tiere im indischen Alltag nichts neues mehr sind. Doch dann sehe ich einen Unterstand und vor diesem ist eine Wasserbüffelbaby an einen Baum gebunden. Es war sooo süß!! Ich wollte es unbedingt streicheln und schlich langsam heran. Ich schaute mich um, um zu sehen, ob irgendwo große Wasserbüffel standen. Mit diesen ist nämlich nicht zu spaßen. Die sind ziemlich groß und sehen es normalerweise nicht gerne, wenn man ihren Nachwuchs angrabbelt. Also von einem Wasserbüffel möchte ich nicht gerammt werden.
Ich sah aber, daß die 4 großen Tiere an dem Unterstand festgebunden waren. Etwas entfernt von dem Kleinen. Kein Gefahr.
Nun stand ich vor dem Baby und es schaute mich mit großen Kulleraugen an. Das Fell war ganz schwarz und borstig und die Ohren riesig. Ich hockte mich hin und fing an das kleine Köpfchen zu streicheln. Das Baby schloß die Augen und genoß es.
Da sehe im linken Augenwinkel, daß mich ein riesiger Büffel mit den Augen fixiert. Das war bestimmt die Mutter. Ich hatte kurz Angst, aber dann dachte ich, daß sie mir ja eh nichts antun kann. Sie ist mit einem Seil befestigt. Wobei…naja, so ein Büffel wiegt zwischen 500 und 1000 Kilo….also, ob da so ein Seil geholfen hätte….bin nicht sicher.
Die Mutter muß aber gespürt haben, daß ich dem Kleinen nichts antue und fing nach einer Weile wieder an zu grasen. Das Baby nuckelte auch an meinem Finger…Zähnchen hatte es auch schon. Später lege ich meinen Kopf auf den Büffelbabykopf und genoß die Nähe zu diesem süßen Wesen.
Dann war es Zeit Abschied zu nehmen.
Auf dem ganzen Heimweg war ich am Strahlen. 6 Monate hatte ich es nicht geschafft ein Wasserbüffelbaby zu streicheln, da jedesmal die großen Mütter direkt daneben standen….ohne Seil und daher gefährlich….schön, daß es jetzt doch noch geklappt hat.
Hier ein Foto aus dem Internet. Es ist nicht mein Bild, aber ich wollte, daß Ihr seht wie so ein Wasserbüffel mit Baby aussieht.

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Wieder in Varanasi

Endlich war es soweit….vor knapp 6 Monaten war ich schonmal in dieser spirituellen Stadt und ich habe mir die ganze Zeit gewünscht sie wieder besuchen zu können.
Der Flug von Delhi war Dank des gutgestellten Blutzuckerspiegels ein Klacks. Es dauerte ca. eine Stunde und ich war voller Vorfreude. Das einzige was etwas störte war die Rotzparade der Inder im Flugzeug…..Die Inder benutzen in der Regel keine Taschentücher, sondern sie ziehen lautstark den Rotz soweit hoch, daß das Gehirn schon Sichtkontakt haben müsste….also…wenn….ähm… das Gehirn Augen hätte…..
Auch die Inderinnen sind stark vertreten in dieser Rotzvorführung…..im Flugzeug waren alle Sitze um mich herum von diesen Rotzern belegt…..wollte schon ein Taschentuch-Schußgewehr basteln, damit ich ihn Tempos an den Kopf schießen kann.
In Varanasi ging es dann ins Taxi. Eine Stunde Fahrt zu unserem Lieblingsguesthouse.
Ich genoß das Straßentreiben, überall waren Lichter angebracht (er war schon dunkel), religiöse Musik kam aus allen Ecken. Rikschas, Tuktuks, Kühe, Hunde, Schweine, Bettler, Händler usw…..es war alles zu finden. Touristen gab es natürlich auch. Ganze Rikschakolonnen zogen an unserem Auto vorbei. Anscheind Reisegruppen. In jeder Rikscha saßen zwei Personen und waren wie wild am fotografieren….also naja, eigentlich fotografierten meistens nur die Männer im Hawaiihemd. Die Frauen saßen daneben und klammerte sich an der Rikscha fest und schauten mit großen Augen in die Gegend. Auch große asiatische Gruppen in Rikschas waren zu sehen.
Als wir austiegen und mussten wir mit unserem Gepäck noch ein ganzes Stück zu Fuß gehen. Das wichtigste war nun sich nicht in diesem Gewimmel zu verlieren und nicht niedergerannt (Menschen), umgefahren (alles was fährt), oder gerammt zu werden (machen Wasserbüffel sehr gerne). Aber das war für uns Indienkenner kein Problem. Ich hatte meinen großen Reiserucksack auf dem Rücken, schob mich an Kühen und Menschen vorbei, sprang weg, wenn ein Tuktuk mich umfahren wollte….und fühlte mich wie eine Abenteuerin. Als wir dann durch die Gassen Richtung Ganges gingen, vorbei an Tempeln, kleinen Geschäften und Sadhus (indische Mönche) fühlte ich mich einfach wohl und war sehr glücklich dort zu sein.
Varanasi hatte mich wieder.

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Spuckparade 2000

Gestern wachte ich mit totaler Übelkeit auf. Ich hatte auch
furchtbare Kopfschmerzen.

Den Tag verbrachte ich also überwiegend im Bett und sehnte
mir meine Gesundheit herbei.

Gegen Abend meinte mein Freund, daß wir nochmal ins Meer springen
sollten. Ich überlegte hin und her…..eigentlich war mir ziemlich schlecht…auf
der anderen Seite war der Gedanke das Haus kurz zu verlassen sehr verlockend.
Wir fuhren also zum 2 Minuten entfernten Strand und sprangen in die Wellen. Es
war herrlich und der Himmel war wieder komplett orange…wirklich ein
Postkartenmotiv.

Als wir aus dem Wasser stiegen sahen wir 2 Inder, die einen
riesigen Wasserbüffel hinter sich herzogen. Der Wasserbüffel legte sich ins
Wasser und die Inder fingen an das Tier zu waschen. Der Bulle hatte die
grössten Hörner, die ich je gesehen habe. Die waren mächtig!! Leider hatte ich
keinen Fotoapparat am Bikini baumeln, ansonsten wäre das ein Bild für die
Götter geworden.

Wir genossen eine zeitlang den Anblick und dann meldete sich
meine Übelkeit wieder.

Als wir mit dem Moped wieder zurückführen, kamen wir wieder
an dem Bullen vorbei, der auf der Straße gemütlich dahin wanderte. Mein Freund
fuhr ganz dicht dran, weil er wohl ein Horn anfassen wollte…..in diesem Moment
schwenkte der Wasserbüffel aber seinen Kopf zu Seite und das eine Horn kam
gefährlich in unsere Nähe…..mussten super schnell ausweichen, ansonsten hätte
es uns vom Moped geschmissen. Ich war total geschockt…mein Freund lachte nur…

Als wir dann zu Hause waren rannte ich sofort auf Toilette
und übergab mich …..so ging es dann den ganzen Abend…..Details lasse ich mal
weg….ist ja nicht so angenehm…;)

Heute morgen ging es mir immer noch nicht gut….ich muß zwar
nicht mehr spucken….wie auch…Magen ist komplett leer…aber mir ist noch übel und
mein Kreislauf spielt verrückt. Nun habe ich eben eine Kleinigkeit gegessen und
hoffe, daß ich es bei mir behalte.