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Quasseltasche wünscht sich Bücher

Hallo Ihr Lieben,

hier bin ich wieder. Gestern sind mein Schatz und ich aus Ungarn zurückgekehrt. Wir hatten dort das Wochenende verbracht. Es war traumhaft. Unser Landhaus hat uns empfangen, als wenn wir nie weggewesen wären, wir genossen die Ruhe und die ungarische Küche. Nun wohnen wir bis Donnerstag bei einer Freundin in Wien und dann geht es mit dem Zug nach Berlin. Freue mich!!!! 🙂 Aber nur für paar Tage. Dann geht es wieder zurück nach Wien. Denn meine bessere Hälfte muß schon bald wieder aus beruflichen Gründen nach Indien fliegen.

Claudia in Japan (siehe mein Blogroll) hat mich getaggt. Es geht um 5 Wunschbücher, die man gerne hätte. Und da ich Bücher LIEBE und auch bald Geburtstag habe, passt das Thema perfekt 🙂

Leider kann ich aber zurzeit nur 3 Wunschbücher nennen. Also los:

1. „Spuren“ von Robyn Davidson

Ich hatte Euch ja schon von der Kamelfrau berichtet. Ich finde die Frau toll und möchte daher ihr Buch zu diesem Abenteuer lesen.

2. „Wassermusik“ von T.C. Boyle

Warum? Ich habe gehört, daß es super sein soll. Es geht um eine Afrikaexpedition plus die dazugehörigen Ärgernisse wie wilde Tiere, Mückenplagen, Krankheiten, Kannibalen usw. Solche Geschichte finde ich klasse!!!!

3. „Australien Auswanderer Handbuch“ von Reise Know How.

Ich war zwar schon Down Under und mein Schatz lebte dort viele Jahre, aber evtl, hat dieses Buch doch einige super Tipps für mich.

 

So, nun muß ich 8 Blogger taggen. Jeder Blogger, der mitmacht muss 5 Wunschbücher nennen. Es dürfen aber keine Fortsetzungen anderer Bücher sein, die man schon gelesen hat.

Das Leben in Dubai

Frosch in Japan

Gabi in Indien

Jana in Istanbul

Jezabel Botanica

Katerwolf

Sophie erzählt

Wie es euch gefällt.

 

Schön mitmachen!!! 🙂

 

Eure Quasseltasche.

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Wenn ich mal groß bin….

Jedes Kind hat eine Vorstellung davon, was es mal werden möchte, wenn es groß ist. Die Klassiker (zumindestens zu meiner Grundschulzeit) waren Tierärztin, Lehrerin und Prinzessin (wie süß). Woher weiß ich das? Naja, es gab ja diese tollen Freundschaftsbücher, die in jeder Klasse herumgereicht wurden. Diese Fragen mussten beantwortet werden: Name, Hobby, Lieblingsfach, Lieblingsfarbe usw…..und Berufswunsch. Neugierig blätterte ich durch die Seiten meiner Kameraden und überall waren fast die gleichen Berufe angegeben….na gut, es könnte natürlich sein, daß Kind keine Ahnung hatte und einfach schrieb was der Vorgänger gekritzelt hat….das lässt sich heute nicht mehr ergründen. Nur meine kleine Schwester war eine selbstbewusste Ausnahme. Sie schrieb: CHEFIN.
Und was stand bei der kleinen Mascha? Meeresbiologin.
Ja, genau. Wie ich darauf kam? Naja, ich liebte schon als Kind Naturfilme zu sehen und einmal sah ich einen Beitrag über Haie. Ein Team von Meeresbiologen fuhr raus aufs Meer und untersuchten die Haibestände.
Ich war verzaubert. Das Meer glitzerte, die Wellen peitschten, die Biologen waren in Taucheranzügen dabei ihre Sauerstoffflaschen zu testen und jedes Stück Haut, was man zu sehen bekam, war sonnengebräunt. Die Menschen auf dem Boot sahen so glücklich aus. Und dann kam der Moment wo sie ins Wasser sprangen und umgeben von bunten Fischen nach Haien Ausschau hielten.
In diesem Moment wusste ich. Das ist es!!
Von diesem Tag an sagte ich jedem, daß ich Meeresbiologin werden und mich auf Haie spezialisieren möchte.
Die Erwachsenen fanden das süß und putzig, tätschelten meinen Kopf und meinten, wenn es das ist, dann soll ich das machen.
Von da an las ich unzählige Bücher über Haie, in Meereszentren schaute ich mir die Sandtiger und Riffhaie an, ich hatte zwei große Bilder von einem Blauhai und einem Maki in meinem Zimmer hängen, ich führte ein Buch über Haiarten, malte Flossenformen auf und vieles mehr. Mein Höhepunkt war, als ich alle über 300 Haiarten aufzählen konnte.
Was ist dann passiert? Warum bin ich keine Haiforscherin geworden?
Naja, erstmal fing man an zu realisieren (ich war schon ein Teenager), daß man in einem Meeresbiologiestudium sehr gute Chemie -und Physiknoten braucht….und ich war eine komplette Null in diesen Fächern und zum anderen bemerkte ich, daß ich Angst vor tiefem Wasser habe.
Ich schwimme sehr gerne….überall…egal….aber es dürfen nicht 10 Meter dunkle Wassermasse unter mir sein….das mag ich überhaupt nicht……und wenn zuviel Wasser über mir ist…was ja beim Tauchen der Fall wäre, bekomme ich Panik.
Wann merkte ich, daß ich damit ein Problem habe? Wir waren in einem Schwimmbad und das Becken war 5 Meter tief….es wurden dort auch Tauchkurse abgehalten. Ich schwam so herum und hielt mich nach einer Weile am Beckenrand fest. Ich hatte eine Tauchbrille auf dem Kopf und dachte: So, Du tauchst jetzt mal mit der Brille unter und stellst Dir vor, daß Du im offenen Meer bist und nach Haien Ausschau hälst. Ich tauchte unter, das Wasser schwabbte über meinen Kopf und ich schaute mich in diesem riesigen Becken voller Wasser um. Ich schwamm paar Meter und stellte mir dann vor, daß ein Hai auf mich zukommen würde…..und bekam Panik!!
Ich tauchte super schnell wieder auf und hüpfte aus dem Wasser. Das war für mich ein Schlüsselmoment. Ich wusste, daß die Sache mit der Meeresbiologie gestorben ist.
Nach diesem gescheiterten Berufswunsch, schaffte ich es nie wieder ein anderes berufliches Ziel so leidenschaftlich zu verfolgen.
Viele Jahre später ging ich mit meinem Partner auf Bali das erste Mal schnorcheln. Es war wunderbar zwischen den bunten Fischen und Korallen zu schwimmen und ich hatte auch keine Angst. Was natürlich daran liegen konnte, daß ich den Meeresgrund sehen konnte und vor kleinen Nemos und Doris muß man sich ja auch nicht fürchten.
Mein Freund ist einen Tag später zu einem Wrack getaucht. Ich bin oben mit geschnorchelt, bis mein Schatz mit seinem Tauchbuddy in den Tiefen des Meeres verschwand. Als ich da so alleine in die schwarze Meerestiefe sah, merkte ich wie ich wieder in Panik geriet. Ich paddelte schnell wieder Richtung Ufer.
Ich dachte jahrelang, daß die Haigeschichte für mich nicht mehr relevant ist. Ein Kapitel, das geschlossen wurde. Aber irgendwie nagt es doch tief in mir.
Vor 3 Jahren kamen die alten Gefühle wieder hoch. Ich war in Australien und besuchte die Seaworld. Ich sah mir die Shows an, bestaunte Aquarien und vieles mehr. Kurz vor Schließung des Parks kam ich an einem wahnsinnig großen Haibecken vorbei. Das Wasser wurde immer dunkler, je weiter man nach hinten sah. Das Becken musste riesig sein.
Ich stand vor der Scheibe und versuchte irgendeinen Hai zu entdecken (ich erwartete Riffhaie, Teppichhaie, Sandtigerhaie, Rochen….halt die „normalen“ Haiarten, die man so aus heimischen Meereszentren kennt). Als ich meine Augen zusammenkniff und versuchte etwas zu erkennen, erblickte ich plötzlich eine Bewegung….etwas schwamm direkt auf mich zu….es kam näher und näher und auf einmal sah ich was es war……ein Tigerhai!!! Der Tigerhai war immer mein Lieblingshai. Ich mochte die tigerartigen Streifen auf dem Rücken und die kantige Schnauze, die diesem Hai, trotz der Gefährlichkeit, ein irgendwie drolliges Aussehen verlieh. Tigerhaie werden fast so groß wie Weiße Haie und sind auch sehr gefährlich….eigentlich sind sie noch gefährlicher als Weiße Haie, da sie viel gefrässiger sind und nicht so wählerisch was ihr Futter betrifft.
Der Tigerhai, der direkt auf mich zu schwamm, war 5 Meter lang und ein Weibchen. Ich stand wie gebannt an der Scheibe und drückte eine Hand auf das Glas, als dieses wunderschöne Geschöpf an mir vorbei schwamm. Ich konnte es nicht fassen….
Ich war wie in Trance, als mich der Wärter nach paar Minuten freundlich aber bestimmt aufforderte das Gelände zu verlassen, da der Park dabei war zu schließen.
Wie komme ich dazu Euch heute diese Geschichte zu erzählen? Am morgen laß ich in den Nachrichten, daß Oman ein tolles Tauchparadies ist. Du kannst Wale, Haie, Schildkröten und vieles mehr sehen. Als ich das so las, kamen die Erinnerungen wieder hoch. Die Erinnerungen an eine kleine Mascha, die davon träumte mit den Haien zu schwimmen…..