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Traurige Nachricht

Ich habe gestern erfahren, dass der Yoga-Hund Bobby (hatte über ihn gebloggt) letzte Woche in Goa von einem Auto angefahren wurde und starb 😦

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Yoga Hund Bobby

Es war kurz nach 7 Uhr und ich wollte mich gerade auf mein Fahrrad schwingen, als ich bemerkte, das der hintere Reifen total platt war. Na, super. Ich schaute auf die Uhr und war nicht sicher, ob ich es rechtzeitig zum Yoga schaffen würde, wenn ich zu Fuß gehe. Aber ich ließ es auf einen Versuch ankommen. Also ging ich los. Ich brauchte 20 Minuten. Die Stunde hätte schon längst anfangen müssen, aber als ich Richtung Yogaplatz kam, bemerkte ich eine Unruhe zwischen den Yogateilnehmern. Sie sprangen herum und riefen immer: „Go away, go away.“ Ich kam dazu und sah, daß sie Bobby, den schwarz-weißen Hund, der immer süß schaut, sehr lieb ist und sehr gerne Moped fährt versuchten wegzuscheuchen. Anscheind wollte er beim Yoga mitmachen. Bobby erkannte mich und rannte sofort zu mir. Eine Engländerin meinte dann böse: „Bring ihn nicht zu unserem Yogaplatz. Der Hund darf hier nicht sein.“ Ich schaute sie und die Yogalehrerin an und sagte:“Aber das ist doch Bobby, der darf hier sein. Der gehört den Besitzern des Gästehauses (Auf dem Dach des Gästehauses ist der Yogaplatz). Der tut nichts. Lasst ihn in Ruhe.“ Die Yogalehrerin:“Oh, Du kennst ihn. Ok. Wir dachten, daß sei ein Straßenhund.“ Dann sagte keiner mehr was. Ich rollte meine Matte aus und Bobby legte sich neben mich. Als ich im Schneidersitz atmete, legte er seinen Kopf auf meinen Schoß und später bei den Übungen schlief er tief und fest neben meiner Matte. Nach dem Unterricht gingen alle Teilnehmer zu ihm und streichelten ihn. Sie waren begeistert von Bobby und einige machten auch Fotos.

Gut das ich an diesem Morgen nicht auf Yoga verzichtet habe (trotz kaputtem Fahrrad). Wer hätte sonst Bobby vor der Meute gerettet 😉

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Beim Yoga eingeschlafen, peinlich.

So Ihr Lieben!!! Nun ist schon der 20. Februar. Also wieder länger nicht geschrieben. Gab aber eh nichts dolles zu erzählen 😉 Ja, ja, der langweilige Alltag unter Palmen.

Ich war die letzte Zeit nicht wirklich regelmässig beim Yoga. Warum nicht? Mal hatte ich morgens Termine, mal fühlte ich mich krank, einige Nächte konnte ich wegen der Hitze nicht gut schlafen und war dementsprechend morgens nicht in der Lage um 7 Uhr aufs Fahrrad zu springen, um zum Yogaunterricht zufahren. Gestern habe ich mich aber aufgerafft.

Müde radelte ich los, wurde aber durch die angenehm „kühle“ Luft (25 Grad) wach und freute mich auf die Stunde. Nachdem alle begrüßt wurden, ich meine Matte ausgerollt hatte und mich mit geschlossenen Augen auf die Session einstimmte, merkte ich schon, wie mein Körper schlafen wollte. Boah, war ich müde. Besonders am Anfang der Stunde (Atmung, Om, Atmung, Om) war es echt hart wachzubleiben. Danach ging es wieder. Da wurde gedehnt und gestreckt usw. Aber dann gab es am Schluß wieder eine Entspannungszeit, liegend auf der Matte. Das war mein Ende.

Ich war weg……im Traumland unterwegs.

Wann ich wieder wach wurde? Als alle Teilnehmer sitzend mit der Lehrerin den nächsten Unterricht besprachen.

Mir war das voll peinlich. Ich setzte mich schnell auf und sah, daß die Lehrerin mich lieb anlächelte. Danach schaute ich so in die Runde. (Suchte nach mehr Lächeln.) Aber die anderen Teilnehmer waren blöde Kühe. Kein Verständnis auf ihren Gesichtern.

Mir doch egal…..

Ok, es war peinlich. Aber nicht so peinlich, wie damals, als ich in Wien beim Friseur eingeschlafen bin. Mir wurden die Haare schön gewaschen und dann bekam ich eine Kur rein. Da saß ich also. Ein saugemütlicher Sessel. Duftkuren verwöhnten meine Nase. Der Sessel war auf Massage gestellt. Aus den Lautsprechern drang sanfte Musik.

Ich war voll weg.

Ich weiß nicht wie lange. Ich wachte plötzlich auf, wusste nicht wo ich bin und hatte Sabber auf dem Handtuch…..noch weitere Fragen?

Niemand sprach mich darauf an. Und niemand ließ sich etwas anmerken.

Also entweder hatte es niemand mitbekommen, oder die Frauen dort waren alle sehr diskret 😉

So, werde jetzt mal Probepacken veranstalten. In einer Woche geht es wieder nach Delhi. Die Zeit in Goa geht langsam vorbei. Indische Megahauptstadt….ich komme.

 

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Eine feurige Umarmung

Was war hier so los?

1. Ich bin jetzt insgesamt 3 Mal bei der Yoga Kampfnudel, ähm, Dampfnudel, nee, Mampfsprudel, ach ist ja auch egal, gewesen. Wie es war? Ehrlich gesagt möchte ich darüber nicht sprechen (*Maschi sitzt traumatisiert in der Ecke, hat die Arme um die Beine geschlungen und summt vor sich hin*) Ich muß jetzt noch zwei Mal hin, dann habe ich es geschafft. Was einen nicht umbringt…..kann einen verkrüppeln, äh nee, macht einen stark….so muß das heißen.

2. Heute habe ich in der Zeitung gelesen, daß es in Goa seit neustem eine Tshirt Aktion gibt. Immer wenn ausserhalb des Strandes also in den Städten und auf den Märkten Touristen entdeckt werden, die mit nacktem Oberkörper herumrennen, dann kommen nette Goaner und geben ihnen etwas zum Anziehen. Auf den Tshirts steht. Ich bin in Goa und habe Respekt oder so ähnlich. Finde die Aktion gar nicht schlecht. Jetzt müssen sie nur noch Kleider bedrucken und verschenken, denn es laufen auch viele halbnackte Frauen herum.

3. Heute gab es einen großen Zeitungsartikel über die Studenten aus Afrika, die hier in Indien studieren. Die afrikanischen Studenten werden wegen ihrer schwarzen Hautfarbe extrem diskriminiert. Die Inder mögen dunkle Haut überhaupt nicht. Ein Problem, daß wirklich durch alle Schichten geht (habe schon viel darüber berichtet). Aber ich bin trotzdem immer wieder erstaunt. Denn die meisten Inder sehen nicht so aus wie die paar Bollywoodstars oder wie Shiva und Co. Sie verleugnen ihre natürliche Hautfarbe. Das wäre so, als wenn in Deutschland die meisten Menschen nur schwarze Haut attraktiv finden und auch im Fernsehen immer nur schwarze Schauspieler zeigen würde. Hallo????!!!!

4. Unser goanischer Freund erzählte mir gestern, daß er mal einen Hund hatte. Aber er hätte ihn mit 6 Monaten weggegeben. Ich fragte warum. Antwort: Ich habe den Hund einmal gewaschen und als er naß war, hat er sein Fell geschüttelt und ich bin dabei ganz naß geworden. Das mochte ich nicht. Daher gab ich ihn weg.

5. Von der Strafe in Form einer Gruppervergewaltigung in West Bengal habt Ihr ja sicher alle gehört. War ja in jeder Zeitung. Das Image von Indien ist echt im Keller.

6. Eine Frau in Tamil Nadu (34 Jahre) war Witwe. Ihr Mann starb vor einem Jahr. Später fing sie eine Beziehung mit einem Nachbarn an. Einige Zeit darauf hatte sie aber eine Affäre mit einem anderen Mann. Dem Nachbarn gefiel das nicht und er stellte sie zu Rede. Sie sagte: „Du kannst mir gar nichts vorschreiben, du bist nicht mein Mann. “ Und wie wollte der der Nachbar das Problem lösen? Mit Kerosin. Er rannte in ihr Haus, überschüttete seine Liebste mit Kerosin und zündete sie an. Danach wollte er sich schnell aus dem Staub machen. Ende der Geschichte? Nein 🙂 Die Frau, die in Flammen stand, rannte ihrem Ex-Lover hinterher, griff nach ihm, umarmte ihn ganz fest und lies nicht mehr los. Beide kamen mit schwersten Verbrennungen ins Krankenhaus. Dort war die Frau noch in der Lage zu berichten was passiert war. Später starben beide. Eine traurige Geschichte, aber ein Lob an die Frau. Diese Aktion hat ihr Leben nicht gerettet, aber sie hat den Täter bestraft. Das nenne ich mal eine feurige Umarmung.

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Yoga Armee

Seit Wochen mache ich jeden Morgen Yoga.

Meine Lehrerin ist normerweise eine liebe, zierliche Französin.

Sie ist aber für zwei Wochen nicht da. Sie macht irgendwo eine Fortbildung. Also haben wir für diese Zeit einen Ersatz bekommen.

Heute morgen hatte ich das Vergnügen den Ersatz aus England zu testen.

Welche Lehrerin  besser ist?….hmm…entscheidet selbst.

Hier ein kurzer Überblick:

MADAME“leicht und sanft wie eine Schneeflocke auf einer Pusteblume“ BUTTERFLY

Guten Morgen alle zusamme…….

Setzt euch hin und singt mit mir dreimal Ommmmm……

Nun kreist den Kopf…..

Nun  kreist die Schulter…..

Legt Euch hin……

Entspannt Euch….

Shanti Shanti……

(bei den Posen)…..macht nur so viel und so weit wie euer Körper es erlaubt.

Langsam dehnen.

Geht sanft mit Eurem Körper um

Einatmen, Ausatmen

Begrüsst die Sonne

Geht in euch

Om shanti om

ENDE

 

General „ich will das ihr leidet“ Schmerz (eine riesige Frau mit durchtrainiertem Kampfkörper)

Morgen!!

Los geht’s!!

POSE

POSE

POSE

DEEEEEEEHHHHHHHNNNNNEEEENNNN

ES MUSS WEHTUN!!!!!

Bis zur Schmerzgrenze und WEITER!!!!

ZACK, ZACK, ZACK

DEEEEHHHHHNNNNNEEEEENNNN

Ihr sollt jeden Muskel spüren!!!

Und nun Schulterstand. Ich glaube nicht, daß das schon alle gemacht haben, aber egal. LOOOOOOOSSSSSS!!!!!!

(Maschi sitzt auf der Schulter, Maschi schwitzt, Maschi will nach Hause)

SOOOOO, und nun die Beine senkrecht über den Kopf…LOOOOOOSSSSS!!!

(neben mir klappen die ersten zusammen)

(Maschi sitzt immer noch auf der Schulter, aber die Beine zeigen senkrecht in die Luft. Mehr ist nicht drin….doch dann kommt General Schmerz)

Mascha!!! Da geht mehr!!!

(Und dann drückt sie meine Beine über den Kopf)

(Maschi bekommt Panik und denkt:“Super…..jetzt höre ich gleich KNICK KNACK und das Genick ist durch…..verreckt beim Yoga….was für ein spiritueller Abgang….hmm, würde man das KNICK KNACK überhaupt hören? Keine Ahnung.“ Während ich das so dachte, versuchte ich panisch meine Balance wiederzufinden. General Schmerz half mir und sagte kurz und knapp. DU BIST DOCH NOCH NICHT SO WEIT.

Ach nee…….

….habe mich für die nächsten 5 Stunden verpflichtet…..Aaaaaaahhhhhhh

 

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Schlange Tschüß und Moin Pferdchen

Nach über 3 Wochen melde ich mich wieder. Passend zum Jahresende. Das Jahr der Schlange ist bald vorbei. 2014 ist das Jahr des Pferdes. Was das genau bedeutet weiß ich nicht. Aber ich möchte immer wissen welches Tier gerade angesagt ist. Hab halt einen kleinen Huscher 😉

Warum ich mich sooo lange nicht gemeldet habe?  Hmm…..gute Frage…nächste Frage. Erstens war viel los und dann ist mein Laptop mal wieder hin. Seit Wochen arbeite ich nur mit meinem Smartphone. Und darauf bloggen? ! Nee….nervig. Aber da ich mich vor Silvester nochmal melden wollte, blogge ich jetzt doch über mein Phone. Das zeigt wie gerne ich euch habe, denn es ist wirklich nervig mit den kleinen Tasten zu tippen und auf den Hobbitbildschirm zu schielen. Aber was tut man nicht alles. (Hoffentlich ist mein Laptop bald wieder ok.)

Also was ist passiert?

Wir hatten wieder Deutsche Woche und ich war wieder bei dem Backkurs aktiv dabei.

Ich habe mit Hatha Yoga und Kundalini Yoga begonnen. Mache das jetzt schon 3 Wochen. Macht Spaß. Habe mir sogar meine eigene Yogamatte gekauft. Bin hoch motiviert. Lieblingsposition: Happy Baby Pose 🙂

Film geschaut: World War Z mit Brad Pitt. Absolut cooler Film.

Buch gelesen: Gone girl von Gillian Irgendwas. SUPER BUCH. GENIAL. GENIAL. GENIAL. Unbedingt lesen.

( Das Buch auf meinem Blog ist natürlich nicht mehr aktuell. Habe sicher schon 10 andere gelesen…bedankt euch bei meinem Laptop für die Nicht Aktualisierung.)

Weihnachten haben wir mit Freunden am Strand verbracht. Es gab ein Weihnachtsbuffet mit Gulasch, Rotkohl und Knödel.

Silvester werden wir in Süd Goa mit Freunden feiern. Wie das letzte Jahr.

Morgen bringe ich den Laptop wieder zur Reparatur. Toi toi toi.

Ich wünsche euch allen einen super Rutsch ins Neue Jahr.

Eure Quasseltasche

P.s.: Wir fragten in einer Buchhandlung nach einem Buch über die Andamanen. (Das ist eine indische Inselgruppe). Die Buchtante sucht und sucht. Findet bei den Reiseführern nichts. Dann strahlt ihr Gesicht. Sie hat was gefunden. Einen Atlas. Sie schlägt die Seite mit Indien auf und tippt auf die Inselgruppe. Und fragt, ob das ok ist.

…..das ist Indien…..

 

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Das Tor zum Himalaya

Nachdem wir in unserer Unterkunft eingecheckt hatten ließen wir uns an den Ganges fahren.

Rishikesh ist in zwei Teile aufgeteilt. Der eine Teil ist Rishikesh Town und High Bank und der andere Teil ist Swarg Ashram. Zwischen diesen Teilen fließt der mächtige Ganges und die Stadtteile sind durch zwei große Jhulas (Hängebrücken) verbunden. Die eine heißt Ram Jhula und die andere Laxman Jhula.

Schon ein tolles Erlebnis auf dieser großen Hängebrücke zu stehen und den Ausblick zu genießen. (Wenn einem die Affen nicht die Sonnenbrille vom Kopf ziehen 😉 )

Als wir durch die Gassen spazierten, kamen wir zufällig an einem Ghat vorbei wo gerade eine Zeremonie stattfand.

Es wurde gesungen und im Rhythmus geklatscht. Es war sehr schön.

Rishikesh ist geprägt von Yoga- und Meditationsanhängern. Überall sind Ashrams und Tempel.

Aber hier ist auch der Ausgangspunkt für alle Bergabenteurer, die Richtung Himalaya weiterziehen.

Die Atmosphäre war etwas alternativ geprägt und das gefiel mir sehr gut.

Die meisten weißen Touristen waren aus Israel und Rußland.

Abends kühlte es auch etwas ab. Das war sehr angenehm. Auf einer Seite der Stadt lagen Berge und in der Nacht konntest Du im schwarzen Nichts hoch am Horizont die Lichter der Häuser und Tempel sehen, die in den Bergen lagen.

Wildwasserfahrten kannst Du dort auch machen. Wir haben durch Zufall mitbekommen wie so eine Tour von statten geht.

Die Fotos sprechen für sich. So gehen Inder auf Wildwasserfahrt. Und schwimmen können die meisten auch nicht. Etwas gruselig diese Vorstellung.

Das ältere Paar links im Bild fragte uns warum wir dort am Strand sitzen und zuschauen wie sie sich für die Wildwasserfahrt fertig machen. Mein Freund sagte ihnen, daß wir Christen sind und durch unsere Anwesenheit und durch unsere Gebete Schutz für die Wildwasserfahrtteilnehmer erbitten. Das ältere Paar blickten auch zu mir und sahen mich im Schneidersitz und in indischen Gewändern mit Bindi auf der Stirn andächtig auf den Ganges schauen. Sie bedankten sich herzlich für unseren christlichen Schutz. Sie sahen auch sehr besorgt aus 🙂 Und eine Halskrause trug die Dame auch noch.

Fortsetzung folgt….